• Claudio Abbado © Cordula Groth
    Cordula Groth

    Podcast | Musikserie - Nennt mich Claudio

    Claudio Abbado war der erste Lässige in einer aufgesteiften Klassik-Welt und machte sie sinnlicher. Er stammte aus Mailand, kam über Wien und London nach Berlin. Hier begründete seine 12-jährige Ära bei den Berliner Philharmonikern ein neues Bild des Dirigenten. Er verjüngte das Orchester wie kein anderer. Abbado sprach wenig, teilte den Ruhm dafür gern mit befreundeten Solisten wie Maurizio Pollini oder Martha Argerich. Im Konzert konnte er ein Orchester ungeahnt "abheben" lassen. Exzeptionelle Aufnahmen gelangen ihm bei Mahler, Beethoven, Haydn, Rossini und einigen Verdi-Opern.

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (20/26) - Pires, Pollini und Pogorelich. Abbado und seine Solisten

Ein "familiäres Denken", also das Bilden künstlerischer Zirkel, kündigte sich bei Abbado früh an durch die Treue zu Solisten: Martha Argerich, Viktoria Mullova, Rachel Harnisch – bisweilen überlappten sich Beruf und Privates. Abbado wurde, was wenige Große waren: ein ausgeprägter Solisten-Begleiter. Wirklich selten!

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (21/26) - Der große Bogen. Abbados dramaturgische Konzertzyklen in Berlin

Zum Bild eines intellektuellen Kopfes passte das zyklische Programmieren gut. "Der Wanderer", "Prometheus", "Faust" oder "Das Lächeln der Euterpe": Durch Saison-Mottos wie diese umspann Claudio Abbado sein Publikum thematisch und auf längere Sicht. Er traute den Zuhörern mehr zu. Das war der Witz daran.

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (22/26) - Rückzug ist gleich Anfang. Die große Spätzeit des Claudio Abbado in Berlin

Kaum hatte er 1998 angekündet, seinen Berliner Vertrag nicht über 2002 hinaus zu verlängern, wurde Claudio Abbado schwer krank. Die künstlerisch stärkste Phase seiner Zusammenarbeit in Berlin begann dennoch. Wie ist das nur möglich?! Gerade in der Krisis vollendete sich die Mission dieses Zweiflers. Eine Spätzeit zum Bestaunen.

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (23/26) - Erwischt! – Was konnte Claudio Abbado nicht?

Kein Dirigent kann alles. Wo sind die Schwachstellen des Universalisten Claudio Abbado? – Bei Bruckner, Liszt, Puccini oder Schumann? Abbado bei einer Schwäche zu beobachten, ist fast so schwer wie ein scheues Nachttier bei Tage. Wir wagen trotzdem einen Versuch.

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (24/26) - Nächte am See. Abbados Orchester-Ausflüge nach Luzern

Eine Chefposition auf Lebenszeit bedeutet auch ein Ende jeder Perspektive über diese Position hinaus. Bei den Berliner Philharmonikern hat sich Claudio Abbado als erster aus dieser Tradition befreit. Er gründete ein eigenes Orchester für sich. In Luzern, wo er das Mahler Chamber Orchestra zum Stamm des Lucerne Festival Orchestra machte, prägte er nochmals einen ganz neuen Stil.

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (25/26) - Mozart, Haydn – und davor?! Abbado und die Alte Musik

So sympathisierend Claudio Abbado der historischen Aufführungspraxis gegenüber stand – sich die alten Werke zurückzuerobern und sie den Spezialisten der Alten Musik zu entreißen, war er nicht der Mann. Stattdessen beweisen besonders seine Haydn-, Mozart- und Pergolesi-Aufnahmen erstaunliche Bestandskraft. Sie sind besser!

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Eine Sendereihe von Kai Luehrs-Kaiser (26/26) - Finale im Fextal. Die Vermächtnisse des Claudio Abbado

2014 wurde Claudio Abbado im Fextal bei Sils Maria bestattet, wo er oft freie Wochen verlebt hatte. Was bleibt von ihm? – außer dem Bild des ursympathischen, Bescheidenheit zum erotischen Credo erhebenden Schöngeistes? Welche Aufnahmen haben Bestand? Welche Ideen leben weiter? Aussichten auf ein glorioses Erbe.

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