Geheimnisvolle Orte | Springer Hochhaus © rbb
rbb
Bild: rbb Download (mp3, 26 MB)

Geheimnisvolle Orte - Das Springer Hochhaus

Anfangs Symbol für Demokratie und freie Presse. Ein Ort, den die Westberliner stolz gemacht hat. Doch dann kam die Studentenbewegung und Sprechchöre riefen „enteignet Springer“. Wie konnte sich das Image dieses Hauses in nur zehn Jahren so vollständig verändern?

Es war natürlich eine große Sache, dass er es da gerade hin gebaut hat. Das war ja eine Provokation für die DDR. Für die DDR war ja freie Presse was ganz Schreckliches. Und nun ist da dieses Gebäude. Jeder Ostberliner konnte es sehen. Und das war schon ein gewisses Symbol der Freiheit. Nicht so sehr für uns, aber für die Ostberliner.

Angelika Fuls

Als Axel Springer Ende der 50er Jahre mit seinem Medienunternehmen nach West-Berlin kommt, kann die Stadt ihr Glück kaum fassen: Springer baut eine riesige Firmenzentrale in Kreuzberg! Und dann auch noch direkt an der Sektorengrenze. Ein mutiges Statement.

Knapp zehn Jahre später ist von Axel Springers Heldenstatus nicht mehr viel übrig. Plötzlich sind er und sein Verlag nicht mehr Epitom des Zeitgeistes, sondern stehen im exakten Widerspruch dazu.

In dieser Folge von "Geheimnisvolle Orte" geht es um das Springer Hochhaus und den rasanten Wandel seiner Bedeutung.

Wie konnte aus einem Symbol für Freiheit eines der Unterdrückung und Machtkonzentration werden? Gab es tatsächlich einen Fluchttunnel, der direkt am Springer Hochhaus endete? Was hat die BILD Zeitung mit dem Tod von Rudi Dutschke zu tun? Und warum stand Ulrike Meinhoffs Auto plötzlich vor dem Hochhaus?

Podcast abonnieren

Mehr

Logo: Geheimnisvolle Orte (Quelle: rbb)
rbb

rbb Fernsehen - Geheimnisvolle Orte

Spurensuche in Berlin und Brandenburg. In Reportagen werden Orte in Berlin und Brandenburg erkundet, die spannende, bisher weit gehend unbekannte Zeitgeschichte aufzeigen, an denen das wechselvolle und schicksalhafte 20. Jahrhundert Zeugnisse hinterließ.