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    Podcast | Musikserie - Georg Friedrich Händel

    Georg Friedrich Händel war ein Komponist der Superlative: Allein das Gesamtwerk mit 42 Opern und 25 Oratorien ist beeindruckend. Am bekanntesten sicher sein "Messias". Seit 100 Jahren werden seine Werke wiederentdecktund und haben ihn in den letzten Jahrzehnten zu einem der meistaufgeführten Opernkomponisten der Welt gemacht. Trotzdem wissen wir nicht viel über Händel. Peter Uehling folgt den Spuren Händels durch Deutschland, Italien und England in 26 Folgen.

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    Georg Friedrich Händel war ein Komponist der Superlative: Allein das Gesamtwerk mit 42 Opern und 25 Oratorien ist beeindruckend. Am bekanntesten sicher sein "Messias". Seit 100 Jahren werden seine Werke wiederentdecktund und haben ihn in den letzten Jahrzehnten zu einem der meistaufgeführten Opernkomponisten der Welt gemacht. Trotzdem wissen wir nicht viel über Händel. Peter Uehling folgt den Spuren Händels durch Deutschland, Italien und England in 26 Folgen.

  • Klassik-Experte Peter Uehling (Bild: rbb/Lea Willeke)
    rbb/Lea Willeke

    Peter Uehling

    wurde 1970 in Berlin geboren und studierte Musikwissenschaft und Kirchenmusik. Seit 1997 schreibt er für die Berliner Zeitung, 2006 erschien seine Biografie über Herbert von Karajan.

    Seit 2002 arbeitet er als Kirchenmusiker in Berlin-Zehlendorf. Die Aufnahme der II. Fassung der Bachschen Johannespassion mit seinem Ensemble WUNDERKAMMER wurde 2020 mit dem Opus Klassik ausgezeichnet.

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Barock im 21. Jahrhundert: Händel heute (1/26)

Händels Musik wird heute mehr gespielt denn je – ob im Film, ob auf Trauerfeiern oder Hochzeiten. Viele Stücke sind heute Hits, vom "Halleluja" bis zum "Largo". Die Opern sind fester Bestandteil der Spielpläne und werden nach wie vor viel aufgenommen. Kaum ein Chor kommt ohne den "Messias" aus. Warum uns diese Musik noch immer so nah ist, versuchen wir in der ersten Folge herauszufinden.

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Von Halle nach Hamburg: Händels erste Schritte (2/26)

Händels Vater hielt nichts von den musikalischen Ambitionen seines Sohnes. Zurückhalten konnte er ihn jedoch nicht. Händel zog es von der protestantischen Kirchenmusik hin zur Oper.

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Mekka für Komponisten: Händels Reise nach Italien (3/26)

Händel wollte nicht in Hamburg bleiben. Italien lockte: Mit hochkarätigen Kollegen, mit betuchten Mäzenen und mit zahllosen Gelegenheiten, das eigene Talent zu entwickeln und zu beweisen: Ob mit katholischer Kirchenmusik, Oratorien oder schließlich in Venedig mit der Oper.

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Il Sassone und seine Rivalen: Händel in Rom und Florenz (4/26)

Händel lernte in Italien viel. Zum einen den italienischen Stil und wie man ihn effektvoll erweitert. Zum anderen, wie man Freunde und Förderer gewinnt und sich gegen Konkurrenz durchsetzt. Dass man ihn in Rom „Il Sassone“ nannte, benennt nicht nur seine Herkunft aus Sachsen, sondern ist auch ein Zeichen von erstem Starruhm.

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Zauberer im Opernhaus: Händels Start in England (5/26)

Nach England geht man, um etwas zu verdienen, sagte Händels Jugendfreund Johann Mattheson. Und so plant Händel sein Londoner Debüt sorgfältig und setzt auf Zugnummern, die sich schon bewährt haben: Mit der Zauberoper „Rinaldo“ feiert er einen durchschlagenden Erfolg in einem Land, in dem es die italienische Oper nicht leicht haben wird.

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Unternehmergeist und Protektion: Händels englische Geschäfte (6/26)

In England findet Händel vollkommen andere Bedingungen vor als im armen Deutschland oder im katholischen Italien. Er sucht die Nähe zum Königshaus und die Unterstützung potenter Adliger und schafft damit die Grundlage für seinen künstlerischen und nicht zuletzt finanziellen Erfolg.
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„Geschickt vertonter Unsinn“: England und das italienische Musiktheater (7/26)

In England hatte sich eine eigene Form des musikalisch reich begleiteten Theaters herausgebildet. Der italienische Operntyp blieb den Engländern bis zu Händels ersten Erfolgen lange fremd und irrational. Händel machte aus der italienischen Oper ein Geschäft – aber eines mit dramatischen Rückschlägen.

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Gesucht, gefeiert und gefeuert: Händels Primadonnen und Heroen (8/26)

Händel ging immer wieder auf Reisen durch Europa, um berühmte Sängerinnen und Sänger nach London zu holen. Sie waren die Stars der Oper, und ihrer Eitelkeit musste bis in die Verteilung der Arien Rechnung getragen werden – aber wenn sie seinen künstlerischen Vorstellungen nicht folgen wollten, konnte er auch damit drohen, sie aus dem Fenster zu werfen.
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„Truth melts the shades away“: Händel und die Aufklärung (9/26)

Zwar ist die Oper des Spätbarock durch ihr Ausstattungswesen und ihre Virtuosität keineswegs rational. Andererseits erzählt Händel in seinen Oratorien Befreiungsgeschichten, in denen sich Gedanken der wichtigsten philosophischen Strömung seiner Zeit wiederfinden. Und die Oratorien werden von Schlüsselbegriffen der Aufklärung geprägt wie „Disinganno“ und „Moderato“: Erkenntnis durch Ent-Täuschung und Mäßigung.
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„Eine der besten Opern“: Händels Musiktheater setzt sich durch (10/26)

Eine Oper besteht aus Arien, Duetten und Rezitativen – bei Händel nicht anders als bei allen anderen Zeitgenossen. Was unterscheidet seine Opern dennoch von denen seiner Kollegen – im Kleinen der einzelnen Stücke wie im Großen der Dramaturgie und Figurenzeichnung?
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Heldentaten, Zauberei und Liebe: Händels Opernstoffe (11/26)

Händels Opernhandlungen sind oft kaum nacherzählbar in ihren emotionalen Windungen und intriganten Verwicklungen. Welches Interesse hatten er und seine Zeit an ausgerechnet diesen Stoffen – und warum wurden sie ausgerechnet so erzählt?
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Musik für Thron und Themse: Händel und das englische Königshaus (12/26)

Händel hatte schon als 25jähriger Verbindung zum künftigen englischen König und bekundete seine Nähe zum Königshaus lebenslang mit zahlreichen Werken von der Wasser- bis zur Krönungsmusik. War seine Treue zur Krone nur Kalkül oder brachte er seiner Wahlheimat patriotische Gefühle entgegen?
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Keine Konjunktur für Koloraturen: Händels Opern in der Krise (13/26)

Nach dem Boom kam die Krise: Die Engländer begannen, zumal nach dem Erfolg von John Gays pfiffig-parodistischer „Beggar’s Opera“, wieder mit der italienischen Oper zu fremdeln. Händel geriet mit seinem Geschäftsmodell in Schwierigkeiten – aber warum hielt er trotz finanzieller Verluste so lange daran fest?
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„Nicht geneigt zum Nachforschen in Dingen dieser Art“: Händels Glaube (14/26)

Händel wurde protestantisch erzogen, hatte seine erste Stellung als Organist in Halle, schrieb aber Musik sowohl für die katholische als auch die anglikanische Kirche – und hat dennoch lebenslang der „Gemeinde, darin ich geboren und erzogen“ die Treue gehalten.
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Bestseller mit Suiten und Sonaten: Händel und die Hausmusik (15/26)

Mit Händel konnte man Geld verdienen – dachten sich Verlage und brachten seine Musik für den Hausgebrauch heraus, oft ohne Erlaubnis des Komponisten. Der aber wusste selbst, wie man auch diesen Markt gewinnbringend mit Kammer- und Cembalomusik bespielt.
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Tulpen für Telemann: Händels Freundschaften (16/23)

Händel war ein Mensch von großer sozialer Intelligenz. Mühelos vermochte er berufliche Verbindungen zu knüpfen und pflegte lebenslange Freundschaften, ob zu Kollegen wie Telemann oder zu seinem Mitarbeiter Christopher Smith.
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Flinke Feder, lange Finger: In Händels Werkstatt (17/26)

Händel komponierte viel und schnell – seine Librettisten staunten darüber oder fühlten sich nicht ernst genommen. Dabei klaute Händel eifrig bei seinen Zeitgenossen. Schon damals erregten diese „Entlehnungen“ Verwunderung und nicht selten Unmut.
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Mit Saul zu neuen Ufern: Händels Weg zum Oratorium (18/26)

Händels Geschäft mit der Oper läuft nicht mehr gut. Aber sein erstes, vor vielen Jahren für einen Förderer geschriebenes Oratorium „Esther“ wird plötzlich zum Publikumsrenner. Also orientiert sich Händel mit 53 Jahren neu: "Saul" war der erste bewusste Schritt in Richtung Oratorium.
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Spurensuche in Bildern und Anekdoten: Händels Persönlichkeit (19/26)

Wie die meisten Barockkomponisten hat sich auch Händel als Mensch nicht zu erkennen gegeben und weder Tagebuch noch viele Briefe geschrieben – wir wissen am Ende nicht wirklich, wie er war. Ungewöhnlich, weil sein Ruhm schon zu Lebzeiten so groß war, dass man ihm ein Denkmal setzte.
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Großverdiener und Mäzen: Händel und das Geld (20/26)

Die meisten Komponisten konnten vom Komponieren nicht leben. Händel dagegen erwirtschaftete mit übermenschlichem Fleiß derartige Überschüsse, dass er sie anlegen, in eine Kunstsammlung stecken und für wohltätige Zwecke spenden konnte und dennoch als einer der reichsten Komponisten aller Zeiten starb.
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Halleluja, Halleluja: Händels größter Hit (21/26)

Zahlreiche Legenden ranken sich um Händels „The Messiah“. Betrachten wir es nüchterner als eines der ungewöhnlichsten Oratorien mit einer der ungewöhnlichsten Aufführungsgeschichten von der Benefizveranstaltung im Waisenhaus bis zur Monumentalveranstaltung als nationaler Angelegenheit.
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Hier die Bühne, da die Kirche: Händels Umgang mit Oper und Oratorium (22/26)

Für seine Zeitgenossen war ganz klar: Oratorien dürfen aufgrund ihrer biblischen Stoffe nicht auf die Opernbühne. Diese Empfindlichkeit verstehen wir nicht mehr: Oper und Oratorium scheinen sich kaum zu unterscheiden – aber ist das wirklich so?
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Knapp verpasst: Händel und Bach (23/26)

Sie sind kurz hintereinander in der gleichen Ecke Deutschlands geboren worden und haben sich dennoch nie getroffen. Vermutlich hätten sie sich auch nicht viel zu sagen gehabt – zu unterschiedlich sind ihre Konzepte von Musik, vom kompositorischen Detail bis zur öffentlichen Funktion.
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Abgang mit Glanz und Gloria: Händels letzte Oratorien (24/26)

Händels letzte Jahre waren enorm erfolgreich. Mit dem Oratorium hatte er den Nerv der Engländer getroffen, mit den eingelegten Orgelkonzerten präsentierte er sich als noch immer unübertroffener Virtuose – und mit seinem letzten Werk greift er, mittlerweile erblindet, auf sein erstes italienisches Oratorium zurück und schafft einen bewussten Abschluss seines Lebenswerks.
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Händel als Vorbild: Händel ist der größte Komponist (25/26)

Beethoven erklärte Händel zum größten Komponisten, Haydn, Mozart oder Mendelssohn waren massiv angeregt von der appellativen Kraft seiner Musik, und auch auf britische Kollegen wirkte der deutsche Einwanderer vorbildlich.
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Verehrt und verfälscht: Händel in der Nachwelt (26/26)

Händel wurde nach seinem Tod kulturell vereinnahmt, zunächst von England, dann auch von Deutschland bis zu den finsteren Umdichtungen seiner Oratorien unter den Nazis. Heute verehrt man ihn als kosmopolitischen Künstler, dessen Musik man erst wieder zu spielen lernen musste.

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