Kunst und Politik | documenta I © rbb
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Kunst und Politik – von documenta bis Restitution - documenta I: Imagewechsel

Kassel an der innerdeutschen Grenze macht die Ausstellung für die junge Bundesrepublik interessant, um sich gegen die neue DDR abzugrenzen. Bundespräsident Theodor Heuss glaubt an moderne Kunst als Ausdruck der Freiheit und wird Schirmherr. Arnold Bode, Gründer der documenta, holt Werner Haftmann als Kunsthistoriker an Bord. Haftmann streicht aus seiner Biografie seine frühere SA-Mitgliedschaft und stilisiert Emil Nolde zum Opfer der Nationalsozialisten. Um den Blick nicht zu genau auf die NS-Verbrechen zu lenken, zeigt die documenta I keine Werke deutscher jüdischer Künstler:innen, die in Konzentrationslagern ermordet wurden.

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Podcast - Kunst und Politik – von documenta bis Restitution

Der Staat hat die Kunst immer wieder benutzt, um Politik oder Geld zu machen. Künstler, die das Image der jungen Bundesrepublik gefährdeten, wurden nicht gezeigt. In der DDR werden Sammler enteignet und Kunst in den Westen verkauft. Heute muss sich der Staat positionieren und, von der NS-Raubkunst bis zum kolonialen Humboldt Forum, Lösungen für das Unrecht der Vergangenheit finden.

Vier Folgen Kunst und Politik von Ralf Homann und Mareike Maage

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documenta fifteen: Besucherinnen auf dem Friedrichsplatz © Uwe Zucchi/dpa
Uwe Zucchi/dpa

18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt neben der Biennale in Venedig als weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Die 15. documenta wollte Gemeinschaft und Miteinander feiern und bekam einen großen Eklat, nachdem auf einem zentralen Bild eindeutig antisemitische Motive entdeckt wurden. Bilder, Meinungen und Berichte sowie ein Podcast darüber, wie der Staat die Kunst immer wieder benutzt hat. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.