Kunst und Politik | Erlös oder Erlösung © rbb
rbb
Bild: rbb Download (mp3, 26 MB)

Kunst und Politik – von documenta bis Restitution - Erlös oder Erlösung?

Als größter deutscher Kunstskandal gilt der „Schwabinger Kunstfund“ von 2012. Ein Nazischatz von einer Milliarde Euro wurde phantasiert. Die Zahl schmolz, die von den Behörden angekündigte große Restitution blieb aus. Handelt es sich dabei ohne Zweifel um Kunst, generiert das Berliner Humboldtforum eine andere Herausforderung: Bereits die Einordnung der Relikte als Kunstobjekte setzt die kolonialen Verbrechen des Deutschen Reiches fort. Der Staat muss Lösungen für das Unrecht der Vergangenheit finden.

Podcast abonnieren

Kunst und Politik © rbb
rbb

Podcast - Kunst und Politik – von documenta bis Restitution

Der Staat hat die Kunst immer wieder benutzt, um Politik oder Geld zu machen. Künstler, die das Image der jungen Bundesrepublik gefährdeten, wurden nicht gezeigt. In der DDR werden Sammler enteignet und Kunst in den Westen verkauft. Heute muss sich der Staat positionieren und, von der NS-Raubkunst bis zum kolonialen Humboldt Forum, Lösungen für das Unrecht der Vergangenheit finden.

Vier Folgen Kunst und Politik von Ralf Homann und Mareike Maage

webDoku + Übersicht



documenta fifteen: Besucher:innen vor dem Museum Fridericianum © Swen Pförtner/dpa
Swen Pförtner/dpa

18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt als der wichtigste Gradmesser der Kunst weltweit. Erstmals seit ihren Anfängen 1955 wird die "Weltkunstausstellung" in diesem Jahr von einer Gruppe verantwortet: der Künstler:innengruppe Ruangrupa aus Indonesien. Dass sie vieles anders machen würden, zeichnete sich schon lange ab. Aber es gab auch schon lange Antisemitismus-Vorwürfe. Berichte und Interviews zur diesjährigen Kunstschau. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.