Rahel, damit Sie mich kennen © rbb/Birgit Beßler
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Rahel, damit Sie mich kennen - "Dass ich ein Schlemihl und eine Jüdin bin" (1/10)

Rahel Levin Varnhagen – am 19. Mai 1771 kommt sie in Berlin zur Welt. Als junge Frau aus gutem Hause genießt sie alle Vorzüge, die Berlin zu bieten hat. Klug ist sie, voller Esprit und Weltoffenheit. Nur ihre Religion, das Judentum, ist etwas, was man sie früh spüren lässt: als Hemmschuh.

Verwahrt meine Briefe, denn das sind meine Journale ich kann es nicht zweimal schreiben. Ich tu alles par inspiration du moment.

Rahel

Am 19. Mai 1771 kommt sie in Berlin zur Welt: Rahel Levin, älteste Tochter des jüdischen Bankiers und Händlers Markus Levin und seiner Frau Chaie. Die Levins genießen hohes Ansehen bei Friedrich II. – ansonsten ist es mit Ansehen und Rechten für sie als Juden in der preußischen Gesellschaft nicht gut bestellt. Doch die Levins sind eine stolze Familie und führen ein großes, geselliges Haus in der Nähe des Gendarmenmarktes. Rahel und ihre Geschwister Markus, Rose und Robert – gebildet, modern und kulturell immer auf dem Quivive – fühlen sich vor allem als Berliner. Doch das Judentum ist etwas, was man sie immer spüren lassen wird: als Hemmschuh, viel zu klein und einengend für eine Rahel, die Lust auf die große, weite Welt hat. „Heißa lustig! Wer weiß, ob die Welt noch 4 Wochen steht. Kann man nicht jeden Augenblick Zahnschmerzen bekommen?“, schreibt die 23-jährige Rahel.

Mit Dagmar Manzel, Klara Manzel, Inka Löwendorf, Thomas Lackmann, Jalda Rebling, Niklas Kohrt, Max von Pufendorf, Linda Blümchen, Peggy Bachmann, Lisa Hrdina

Akkordeon: Eva Zöllner
Komposition und Klavier: Dietrich Eichmann
Regie: Christine Nagel
Produktion: rbb 2021

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10-teiliger Podcast zum 250. Geburtstag von Rahel Levin Varnhagen - Rahel, damit Sie mich kennen

Rahel Levin Varnhagen von Ense – in ihrem Salon trifft sich das Who is who Berlins um 1800. Anspruchsvoll ist sie und emanzipiert. Ihr bewegtes Leben war geprägt von großen Zeitumbrüchen, von Freundschaften und der Suche nach der wahren Liebe und nicht zuletzt von dem Umstand, dass sie Jüdin war. Frau und Jüdin – genug, um ein Leben lang um Anerkennung kämpfen zu müssen.