Rahel, damit Sie mich kennen (8/10) – Ich lasse mich bloß trauen © rbb/Birgit Beßler
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Rahel, damit Sie mich kennen - "Ich lasse mich bloß trauen." (8/10)

Fünf Jahre lang waren sie verlobt. Nun heiraten Rahel und Karl August Varnhagen in Berlin. Kurz zuvor hatte Rahel sich taufen lassen. Aus Rahel Levin wird Friederike Antonie Varnhagen von Ense. Bekommt sie nun die lang ersehnte Anerkennung in einem Land, in dem der Antisemitismus erstarkt?

Heute Morgen im Bette dacht ich mit großer Liebe an Dich; mit Sehnsucht.

Rahel

Fünf Jahre lang waren sie verlobt. Nun, am 27. September 1814 heiraten Rahel und Karl August in Berlin. Kurz zuvor war Rahel zum Christentum übergetreten. Aus Rahel Levin wird Friederike Antonie Varnhagen von Ense. Rahel wird sie weiterhin genannt. Oder "Ralle" von ihrer alten Freundin Pauline Wiesel. Nach langer Zeit schreiben die beiden einander wieder. Als Varnhagen, in diplomatischem Dienst, sie in Paris trifft, ist er erstaunt, wie verlebt sie ist – und doch um Avancen nie verlegen. Gerade macht – Rahel hat nichts anderes erwartet – Gentz ihr den Hof. Die Varnhagens lassen sich in Karlsruhe nieder. Das Land ist im Umbruch. Eine Verfassung soll her. Burschenschaftler verbrennen beim Wartburgfest alte Zöpfe. Der Schriftsteller und Diplomat August von Kotzebue wird ermordet. Die Stimmung ist angespannt. Es kommt zu antisemitischen Ausschreitungen. "Die Gesinnung ist's, die verwerfliche, gemeine, vergiftete, durch und durch faule, die mich so tief kränkt, bis zum herzerkaltendsten Schreck. Ich kenne mein Land! Leider." Und immer wieder kommt es zum Streit zwischen den Geschwistern ...

Mit Dagmar Manzel, Inka Löwendorf, Max von Pufendorf, Winnie Böwe, Robert Gallinowski, Niklas Kohrt, Lisa Hrdina

Akkordeon: Eva Zöllner
Komposition und Klavier: Dietrich Eichmann
Regie: Christine Nagel
Produktion: rbb 2021

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Rahel, damit Sie mich kennen © rbb/Birgit Beßler
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10-teiliger Podcast zum 250. Geburtstag von Rahel Levin Varnhagen - Rahel, damit Sie mich kennen

Rahel Levin Varnhagen von Ense – in ihrem Salon trifft sich das Who is who Berlins um 1800. Anspruchsvoll ist sie und emanzipiert. Ihr bewegtes Leben war geprägt von großen Zeitumbrüchen, von Freundschaften und der Suche nach der wahren Liebe und nicht zuletzt von dem Umstand, dass sie Jüdin war. Frau und Jüdin – genug, um ein Leben lang um Anerkennung kämpfen zu müssen.