Rahel, damit Sie mich kennen (4/10) – „… wie würden Sie es finden, wir gingen zur Levi? © rbb/Birgit Beßler
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Rahel, damit Sie mich kennen - "… wie würden Sie es finden, wir gingen zur Levi?" (4/10)

Nach der Trennung von Finckenstein geht Rahel für einige Zeit nach Paris. Was für eine Schmach, dass sie als fast 30-Jährige noch immer unverheiratet ist! Die übrigen Geschwister heiraten nach und nach. Und Rahel? Zurück in Berlin lädt sie ihre Freunde zu Abendgesellschaften und macht damit Geschichte.

Bei uns ist heut Nacht-Tee; Kommen Sie ja zu uns, wir haben sonst alle keine Ruhe, und Vergnügen schon gar nicht. Auch versprech' ich Ihnen den schönsten Kuchen obenein. Ich erwarte Sie. R.L.

Rahel

"Einen gepackten Reisewagen und einen Dolch sollte ein jeder haben; dass, wenn er sich fühlt, er gleich abreisen kann." Nach der Trennung von Karl von Finckenstein geht Rahel im Winter 1800 nach Paris. Sie braucht Abstand. Die Schmach, dass sie als fast 30-Jährige noch immer unverheiratet ist, wird ihr umso bewusster, da sich ihre übrigen Geschwister zum Stolz der Mutter gut verheiraten. Gerade wird für Rahels jüngere Schwester Rose in Amsterdam die Hochzeit ausgerichtet. Rahel muss die gescheiterte Beziehung zu Finckenstein verwinden. Jahrelang wird sie damit beschäftigt sein. Als sie nach einem Jahr doch wieder nach Berlin zurückkehrt, beginnt eine dennoch glückliche Zeit. Rahel nimmt ihre zahlreichen Freundschaften wieder auf und bald trifft sich das Who is who Berlins bei ihr.

Mit Dagmar Manzel, Klara Manzel, Inka Löwendorf, Max von Pufendorf, Manuel Harder, Devid Striesow, Winnie Böwe, Jalda Rebling, Niklas Kohrt, Robert Gallinowski, Constanze Becker, Bettina Kurth, Melina von Gagern, Lisa Hrdina, Franziskus Claus, Tim Freudensprung, Linda Blümchen

Akkordeon: Eva Zöllner
Komposition und Klavier: Dietrich Eichmann
Regie: Christine Nagel
Produktion: rbb 2021

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Rahel, damit Sie mich kennen © rbb/Birgit Beßler
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10-teiliger Podcast zum 250. Geburtstag von Rahel Levin Varnhagen - Rahel, damit Sie mich kennen

Rahel Levin Varnhagen von Ense – in ihrem Salon trifft sich das Who is who Berlins um 1800. Anspruchsvoll ist sie und emanzipiert. Ihr bewegtes Leben war geprägt von großen Zeitumbrüchen, von Freundschaften und der Suche nach der wahren Liebe und nicht zuletzt von dem Umstand, dass sie Jüdin war. Frau und Jüdin – genug, um ein Leben lang um Anerkennung kämpfen zu müssen.