Die Frage des Tages © rbbKultur
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Kommentar - Die Frage des Tages

Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 08.10 Uhr. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind: Ulrike Herrmann von der "taz", der Historiker Götz Aly, die Schriftstellerin Jagoda Marinić, der Filmemacher Andres Veiel, "Die Zeit"-Autorinnen Jana Simon und Susanne Mayer, Claudius Seidl von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der Journalist und Autor Mohamed Amjahid, der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch sowie Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum Berlin.

Die Fragen

Die Frage des Tages – Jana Simon © rbbKultur/Frank Rothe

- Hätte Bundekanzler Scholz anders auf Abbas' Aussage reagieren müssen?

Die Empörungswelle ist groß: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Deutschlandbesuchs gesagt, Israel habe seit 1947 "50 Massaker, 50 Holocausts" an Palästinensern begangen. Bundeskanzler Scholz stand daneben und hat die Aussage nicht kommentiert, die Pressekonferenz war kurz danach zu Ende. Nun häufen sich die Stimmen, Scholz hätte das nicht so stehen lassen dürfen, manche sagen sogar, er hätte Abbas rauswerfen müssen. Scholz selbst hat sich inzwischen geäußert und über die "unsäglichen Aussagen" von Abbas empört gezeigt. Aber hätte er schon während der Pressekonferenz anders reagieren müssen? Das fragen wir unsere Kommentatorin Jana Simon in der Frage des Tages.
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Die Frage des Tages – Paulina Fröhlich © rbbKultur/Capital Headshots Berlin

- Ist die große Angst vor Preissteigerungen angemessen?

Der kommende Herbst und Winter baut sich wie ein großes, beängstigendes Drohszenario vor uns auf: Kalte Wohnungen, kalte Büros, steigende Preise und Mieten, Einschränkungen an allen Ecken. Der Berliner Senat hat gerade verkündet, dass es in vielen öffenltichen Gebäuden deutlich kälter werden wird, das warme Wasser soll abgestellt werden. Zugleich wird an Entlastungspaketen gearbeitet, um das Schlimmste abzufangen. Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum beantwortet heute die Frage des Tages: "Ist die große Angst vor Preissteigerungen angemessen?"
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Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- Anschlag auf Salman Rushdie - ein Rückschlag für das "freie Wort"?

Letzten Freitag ist der Schriftsteller Salman Rushdie bei einer Lesung im Bundesstaat New York niedergestochen worden. Über 30 Jahre nachdem der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini in einer Fatwa zur Tötung des Autors aufgerufen hatte. Unsere Frage des Tages an den Historiker Götz Aly: Ist der Anschlag auf Salman Rushdie ein Rückschlag für das "freie Wort"?
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Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Hat Deutschland eine moralische Pflicht, Menschen aus Afghanistan aufzunehmen?

Fast 20 Jahre lang waren die USA und ihre Verbündeten militärisch in Afghanistan präsent - auch die Bundeswehr war vor Ort. Im vergangenen Jahr verließ die westliche Allianz das Land in einem chaotischen Truppenabzug, Menschen starben, die Taliban eroberten die Macht zurück. Menschen mit Pässen aus westlichen Ländern konnten sich in Sicherheit bringen, die allermeisten Afghan*innen blieben zurück: Frauen und Mädchen, deren Rechte immer weiter beschnitten werden, aber auch viele Ortskräfte: Übersetzer*innen, Wachleute, Küchenhelfer*innen, die die westlichen Mächte unterstützt hatten. Vielen von ihnen droht der Tod, wenn sie den Taliban in die Hände fallen. Und mehr als die Hälfte der Menschen im Land hungert. Hat Deutschland also eine moralische Pflicht, Menschen aus Afghanistan aufzunehmen? Unsere Frage des Tages beantwortet Mohamed Amjahid.
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Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Die Frage des Tages: Sind Christian Lindners Steuerpläne gerecht?

Es gibt viel Kritik Steuerplänen von Finanzminister Christian Lindner: Denn wenn einfach die breite Masse steuerlich entlastet wird, profitieren stark auch die Menschen, die viel verdienen. Koalitionspartner SPD und Grüne wollen mehr direkte Hilfen und auch von einer der "Wirtschaftsweisen" kam Kritik: Eine Reform, bei der die Besserverdienenden mehr gewinnen, komme einfach zum falschen Zeitpunkt. Unsere Frage des Tages an Anatol Stefanowitsch: Sind Christian Lindners Steuerpläne gerecht?
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Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Die Frage des Tages: Wie kann die Kultur wieder stark werden?

Nach zweieinhalb Jahren Pandemie gibt es keine Beschränkungen mehr für Theater und Konzerthäuser. Trotzdem bleiben viele Plätze leer. Das Publikum hat nicht zur Kultur zurückgefunden. Und dann droht im Herbst eine neue Corona-Welle und außerdem noch die Energiekrise. Wie kann die Kultur wieder stark werden? Das ist unsere Frage des Tages an Susanne Mayer.
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Die Frage des Tages – Andres Veiel © rbbKultur/Carsten Kampf

- Ist der rbb noch zu retten?

Der rbb kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus: Mögliche Unregelmäßigkeiten bei Auftragsvergaben, private Essen der Intendantin auf Kosten des Senders, Bonuszahlungen an die gesamte Leitungsebene während im Programm gekürzt wurde. Die Intendantin des rbb, Patricia Schlesinger, ist inzwischen zurückgetreten. rbb-Rechercheteams fordern Einsicht in alle Unterlagen, die Mitarbeiter eine Demokratisierung des Senders. Und die Menschen in Berlin und Brandenburg, die mit ihren Beiträgen den rbb bezahlen, fragen zu Recht: Ist der rbb noch zu retten? Und diese Frage ist auch unsere Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel, ehrenamtlich auch Mitglied im Rundfunkrat des rbb.
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Die Frage des Tages – Jagoda Marinic © rbbKultur/chrisbeltran.com

- Kann unsere Politik noch bürgerfreundlich denken?

Unser Finanzminister sorgt sich darum, dass günstige Bahnangebote wie das 9 Euro-Ticket die Gratismentalität bei den Bürger befördern könnte. Gleichzeitig äußert der Deutsche Mieterbund die Sorge, dass immer mehr Menschen ihre Miete nicht bezahlen werden können. Es ist wie immer eine Frage der Perspektive: Und natürlich ist die Perspektive gut bezahlter Politiker eine andere als die des "einfachen" Bürgers. Die Frage des Tages ist daher: Kann unsere Politik überhaupt noch bürgerfreundlich denken? - Es antwortet Jagoda Marinic.
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Die Frage des Tages – Ulrike Herrmann © rbbKultur/privat

- Sollten deutsche Abgeordnete jetzt Taiwan besuchen?

China führt rund um Taiwan massive Militärübungen durch, die den Schiffsverkehr behindern. Außerdem beendet das Land bilaterale Gespräche und Kooperationen mit den USA. Und das alles, weil die Spitzenpolitikerin und Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi nach Taiwan gereist ist. Das Hochtechnologie-Land Taiwan ist der wichtigste Chip-Produzent der Welt – eine Seeblockade hätte damit auch Auswirkungen auf die deutsche Industrieproduktion. Nun wollen auch deutsche Abgeordnete nach Taiwan reisen. Muss das sein? Das ist unsere Frage des Tages an Ulrike Herrmann.

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Die Frage des Tages – Claudius Seidl © rbbKultur/dpa/Tim Brakemeier

- Die Frage des Tages: Brauchen wir gesetzliche Vorgaben zum Energiesparen?

Spanien hat es vorgemacht und per Gesetz verpflichtende Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen. Dazu gehört, dass zahlreiche Gebäude im Winter auf höchstens 19 Grad geheizt und im Sommer auf maximal 27 Grad gekühlt werden dürfen. Auch für Schaufensterbeleuchtung und Licht in öffentlichen Gebäuden gibt es Vorgaben. Das alles aus Solidarität mit Europa. Deutschland, das viel abhängiger von russischem Gas ist als Spanien, setzt dagegen immer noch auf Freiwilligkeit. Damit soll Schluss sein, fordern Umweltorganisationen wie Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe. Sie haben die Bundesregierung jetzt dazu aufgefordert, dem spanischen Vorbild zu folgen und auch bei uns Energiesparen gesetzlich vorzuschreiben. Ist das richtig? Brauchen wir gesetzliche Vorgaben zum Energiesparen? - das ist unsere Frage des Tages an Claudius Seidl
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Die Frage des Tages – Jana Simon © rbbKultur/Frank Rothe

- Die Frage des Tages: Neue Corona-Regeln - Reicht ein Kompromiss im Kampf gegen

"Deutschland soll besser als in den vergangenen Jahren auf den nächsten Corona-Winter vorbereitet sein" - das war das erklärte Ziel von Gesundheitsminister Lauterbach. Nach wochenlangen Verhandlungen haben er und Justizminister Buschmann gestern ihren Kompromiss vorgestellt. Die neuen Corona-Regeln, die vom 1. Oktober bis 7. April 2023 gelten sollen, setzen - unabhängig von der Infektionslage - auf eine bundesweit geltende Maskenpflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, im Flug- und Bahnfernverkehr. Darüber hinaus können die Bundesländer weitere Maßnahmen für Schulen, Gastronomie, Einzelhandel und den öffentlichen Nahverkehr beschließen.Reicht so ein Kompromiss im Kampf gegen das Virus? - Das ist unsere "Frage des Tages" an die Zeit-Journalistin Jana Simon.
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Die Frage des Tages – Paulina Fröhlich © rbbKultur/Capital Headshots Berlin

- Die Frage des Tages: Ist die Rente mit 70 eine gute Idee?

Soll das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre angehoben werden? Das hat Gesamtmetallchef Wolf gefordert und dafür viel Kritik, aber auch Zustimmung geerntet. "Unsozial und inakzeptabel" sagen die Gegner, zu denen neben Sozialverbänden und Gewerkschaften auch Politiker*innen aus allen Parteien von der Linken bis zur Union gehören. "Richtig und wichtig, um die Rente der Zukunft zu sichern" sagen dagegen Wirtschaftsexpert*innen wie der Ökonom Bernd Raffelhüschen und die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich lautet, ist die "Rente ab 70" eine gute Idee?
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Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- Die Frage des Tages: Sollte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufs Gendern verzichtet werden?

Kaum eine Debatte erhitzt die Gemüter so stark wie die um den Genderstern. Rund 70 Sprachwissenschaftler*innen haben jetzt einen Aufruf gegen das Gendern im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestartet. Seit 2020, so ihre Beobachtung, habe das Gendern dort erheblich zugenommen. Ihr Argument dagegen lautet, Gendern sei ideologisch motiviert, missachte gültige Rechtschreibnormen und produziere sozialen Unfrieden in Zeiten, in denen ohnehin zahlreiche gesellschaftliche Spaltungstendenzen zu beobachten sind. Unsere "Frage des Tages" an den Historiker Götz Aly lautet: Sollte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufs Gendern verzichtet werden?

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Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Die Frage des Tages: Geht die Solidarität unter den Bundesländern verloren?

Berlins Integrationssenatorin Katja Kipping weiß nicht mehr, wo sie die Geflüchteten unterbringen soll und will sie nun in einem Zeltkomplex in Tegel einquartieren. Der Berliner Flüchtlingsrat hat das kritisiert, Zelte seien ungeeignet. Als Grund für ihren Notfallplan hat Kipping angeführt, dass es in mehreren Bundesländern faktisch einen Aufnahmestopp für Asylbewerber gebe, und deshalb so viele in Berlin hängenblieben. Die betreffenden Bundesländer hätten ins Feld geführt, ihre Kapazitäten seien durch die Aufnahme der vielen Ukrainer*innen erschöpft. Geht die Solidarität unter den Bundesländern verloren? Das fragen wir unseren Kolumnisten Mohamed Amjahid.
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Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Rekordgewinne bei Energiekonzernen - sollte der Staat sie einkassieren?

Europas Energiekonzerne machen trotz Energiekrise fette Gewinne. Großbritannien, Italien und Spanien wollen Gewinne, die auch aus dem Krieg in der Ukraine resultieren, mit einer Sondersteuer belegen. Und das Geld den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen lassen. Ein Modell auch für Deutschland? Sollte der Staat die Rekordgewinne bei Öl- und Energiekonzernen einkassieren? Das fragen wir unseren Kolumnisten Anatol Stefanowitsch.
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Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Die Frage des Tages: Soll die documenta 15 abgebrochen werden?

Auf der documenta 15 sollen wieder Kunstwerke mit antisemitischen Motiven ausgemacht worden sein. Wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen berichtet, handelt es sich um Zeichnungen eines syrischen Künstlers, die in einer Broschüre zu sehen sind. Darin unter anderem roboterartige israelische Soldaten, die ein Kind und einen Jugendlichen bedrohen, im Hintergrund ein Massengrab, oder auf einem anderen Bild ein hakennasiger Soldat mit Davidstern, gegen den sich eine Frau zur Wehr setzt. Die Bilder werden als Statement gegen die Existenzberichtigung Israels interpretiert. Die Reaktionen auf ihre Entdeckung fielen heftig aus. Unter anderem forderte ein Journalist der Jüdischen Allgemeine Zeitung, die documenta 15 abzubrechen. Aber ist das der richtige Weg? Soll die documenta abgebrochen werden? Das fragen wir unsere Kolumnistin Susanne Mayer.
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Die Frage des Tages © rbbKultur
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- Die Frage des Tages: Ist der Vatikan scheinheilig?

Papst Franziskus ist auf Bußtour in Kanada und bittet Indigene um Vergebung für das, was ihnen von katholischen Institutionen angetan wurde. Zehntausende Kinder wurden dort ihren Eltern weggenommen und in katholischen Internaten gequält, missbraucht, getötet. Auch in Deutschland und anderen Ländern kommt immer wieder Missbrauch durch katholische Priester ans Licht. Für die rasche und konsequente Aufarbeitung von Missbrauchsskandalen ist die katholische Kirche aber nicht gerade bekannt. Und einer Reform in der deutschen Kirche, dem synodalen Weg, legt der Papst Steine in den Weg. Ist der Vatikan scheinheilig? fragen wir unseren Kommentator Andres Veiel.
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Die Frage des Tages – Jagoda Marinic © rbbKultur/chrisbeltran.com

- Die Frage des Tages: Funktioniert in Deutschland überhaupt noch etwas?

Fachkräftemangel in Deutschland in vielen Bereichen: Häuser können nicht gebaut, Restaurants nicht bewirtschaftet werden, Handwerker kommen nicht, Züge fallen aus. An den Flughäfen herrscht Chaos: Passagiere verpassen massenhaft ihre Flüge, weil sich an den spärlich besetzten Security-Schaltern nicht rechtzeitig abgefertigt werden. Und jetzt hat auch noch die Gewerkschaft verdi für Mittwoch zu einem Wanrstreik beim Lufthansa-Bodenpersonal aufgerufen. Funktioniert in Deutschland überhaupt noch was? Das fragen wir unsere Kolumnistin Jagoda Marinić.
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Die Frage des Tages © rbbKultur
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- Brauchen wir wieder strengere Corona-Regeln?

Gegenwärtig liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen bei einer Inzidenz von bundesweit etwa 700, in Berlin und Brandenburg liegt sie bei etwa 500. Andere Krisen wie Krieg, Klimawandel und Inflation haben Corona etwas aus den Schlagzeilen gedrängt. Doch gegenwärtig wird für den Herbst ein Konzept für den Umgang mit dem Corona-Virus vorbereitet. Brauchen wir wieder strengere Regeln? Unsere Frage des Tages an den Journalisten Mohamed Amjahid.
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Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Müssen wir mehr über die Wechseljahre sprechen?

Über das Thema Wechseljahre wurde lange nicht gesprochen - und wenn, dann ging es höchstens darum, dass Frauen dann Hitzewallungen haben. Das scheint sich gerade zu ändern. Die Journalistin Miriam Stein hat vor kurzem ein Buch veröffentlicht, in dem sie mehr gesundheitliche Aufklärung und Diskurs über die Wechseljahre fordert. Wir haben in unserem Programm mit ihr gesprochen, woraufhin online eine Diskussion ins Rollen kam. Müssen wir mehr über die Wechseljahre sprechen? – das fragen wir heute die Zeit-Autorin Susanne Mayer.
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Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Taugt das Wetter in Zeiten des Klimawandels noch für Smalltalk?

Eine Hitzewelle rollt über das Land. Die Auswirkungen des Klimawandels werden spürbar. Dabei ist es noch gar nicht lange her, da haben die meisten Menschen hierzulande mit Sonne schönes und mit Regen schlechtes Wetter assoziiert. Doch es schleicht sich ein Unbehagen ein, spricht man heute über das Wetter. Anatol Stefanowitsch zu unserer Frage des Tages: Taugt das Wetter in Zeiten des Klimawandels noch als Smalltalk-Thema?
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Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- Hat das Humboldt Forum aus der Kritik gelernt?

Ein preussisches Schloss als Universalmuseum und Kulturforum: Passt das? Das Berliner Humboldt Forum war von Anfang an umstritten, altbacken und kolonialistisch seien die Sammlungen präsentiert. Vor einem Jahr wurden erste Teile des Humboldt Forums der Öffentlichkeit übergeben. Grund genug unseren Kolumnisten Götz Aly zu fragen: Hat das Humboldt Forum aus der Kritik gelernt?

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Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Braucht es einen kostenlosen ÖPNV?

Es soll Bürger*innen entlasten und sie vom Auto auf die Schiene locken: Das 9-Euro-Ticket, mit dem man derzeit im gesamten Bundesgebiet den Nahverkehr nutzen kann. Ein einmaliges Experiment oder die Blaupause für eine Neuausrichtung des Öffentlichen Personennahverkehrs? Darum wird derzeit gestritten. Braucht es einen kostenlosen ÖPNV gegen Armut und für soziale Teilhabe? Das fragen wir heute Mohamed Amjahid.
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Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Sollen sexistische Songtexte zensiert werden?

Die Städte Würzburg und Düsseldorf und mehrere kleinere bayerische Kommunen haben verhindert, dass der Ballermann-Hit "Layla", der auf Platz 1 der deutschen Single-Charts steht, auf ihren Volksfesten gespielt wird. Stein des Anstoßes ist der Text: Es wir hier gesungen über eine "Layla, die Puffmama, die schöner, jünger, geiler" sei. Jetzt schreien die Produzenten und Musiker von Layla: Zensur. Bundesjustizminister Marco Buschmann von der FDP findet die Verbote "eins zu viel". Und wir stellen unserem Kommentator, dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, die Frage: Ist das nicht richtig so? Sollen sexistische Songtexte zensiert werden?
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Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Soll die Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden nachts abgeschaltet werden?

Das Brandenburger Tor, die Siegessäule, das Rote Rathaus nach Mitternacht im Dunkeln? Die Berliner Straßen vielleicht auch, oder zumindest im Dämmerlicht? Ist das eine gute Idee, die Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey und andere Politiker*innen da ins Spiel bringen, um Energie zu sparen? Die Frage des Tages geht an unsere Kolumnistin Susanne Mayer.
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Die Frage des Tages – Andres Veiel © rbbKultur/Carsten Kampf

- Sollte der Kraftstoff E 10 verboten werden?

Eine weitere Hitzewelle steht bevor, gleichzeitig bleibt der Regen aus, die Grundwasserspiegel sinken weiter. Ein Schuldiger in diesem Trauerspiel ist, so sieht es der Filmemacher Andres Veiel, E 10. Die Produktion dieses Kraftstoffes mit Bioethanol belegt viel landwirtschaftliche Fläche, die besser für Nahrungsmittelanbau genutzt werden könnte. Sollte E10 verboten werden?
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Die Frage des Tages – Jagoda Marinic © rbbKultur/chrisbeltran.com

- Ist ziviler Ungehorsam nötig, damit etwas passiert?

Fast täglich blockieren die Aktivist*innen der Letzten Generation die Straßen in Berlin, um gegen Klima- und andere Krisen zu protestieren. Von Seiten der Autofahrer und im Netz hagelt es Beschimpfungen. Ist ziviler Ungehorsam nötig, damit überhaupt etwas passiert? Unsere "Frage des Tages" geht heute an die kroatisch-deutsche Schriftstellerin, Jagoda Marinić.
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Die Frage des Tages – Ulrike Herrmann © rbbKultur/privat

- Schaffen wir mit dem 9-Euro-Ticket Klimaschutz- und Verkehrswende?

Noch bis einschließlich August gibt es im Öffentlichen Personennahverkehr das 9-Euro-Ticket. Für Kundinnen und Kunden ein großer Test, ob es dauerhaft gelingt, dass mehr Leute vom Auto auf die Bahn umsteigen. Aber auch die Verkehrsunternehmen stehen vor Herausforderungen. Nach ersten Auswertungen haben Bahnfahrten im Juni um 42 Prozent zugenommen. Im Straßenverkehr gab es zugleich einen leichten Rückgang. Schaffen wir also nun mit dem 9-Euro-Ticket Klimaschutz- und Verkehrswende? Unsere „Frage des Tages“ geht an die taz-Journalistin Ulrike Herrmann.
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Die Frage des Tages – Claudius Seidl © rbbKultur/dpa/Tim Brakemeier

- Lindner plant Förderungen für Langzeitarbeitslose zu kürzen: Ist das gerecht?

In Zeiten, in denen die Angst vor erhöhten Lebenshaltungskosten, Gas- und Benzinpreisen die Existenzangst vieler Menschen verstärkt, kommt nun FDP-Chef Christian Lindner laut einer Recherche des Magazins SPIEGEL mit einem Vorstoß, der die Gemüter erhitzt: Die Förderungen für Langzeitarbeitslose sollen laut der Recherche im kommenden Haushalt um rund 600 Millionen Euro gekürzt werden, von derzeit 4,8 Milliarden Euro auf 4,2, damit die Höhe von 2019. Publizist Claudius Seidl beantwortet unsere Frage des Tages: "Christian Lindner plant Förderungen für Langzeitarbeitslose zu kürzen: Ist das gerecht?"
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Die Kommentator:innen

Ulrike Herrmann - Porträt (Bild: privat)
privat

Montag - Ulrike Herrmann

Ulrike Herrmann schreibt Bücher und für die "taz". Geboren 1964 in Hamburg, nach der Schule erst Ausbildung zur Bankkauffrau, dann zur Journalistin. Weiß wie Parteien und Politik von Innen aussehen und war im Vorstand der Genossenschaftszeitung "taz". Ulrike Herrmann mag beispielsweise Fragen über Politik, Wirtschaft, die Mittelschicht und den Kapitalismus.

Mohamed Amjahid - Porträt (Bild: A. Langer)
A. Langer

Montag - Mohamed Amjahid

Mohamed Amjahid schreibt Bücher und in Zeitungen. Geboren 1988 in Frankfurt/Main als Kind marokkanischer Gastarbeiter*innen, hat in Marokko Abitur gemacht und in Deutschland studiert. Er mag Fragen zu politischen Themen wie Rassismus, Weißen Privilegien, Polizeigewalt und zum Nahen Osten und Nordafrika.

Jagoda Marinić - Porträt (Bild: Cris Beltran)
crisbeltran.com

Dienstag - Jagoda Marinić

Jagoda Marinić schreibt Bücher und Kolumnen, arbeitet als Kulturmanagerin, hält Vorträge und hostet den Podcast "Freiheit Deluxe". Geboren 1977 als Tochter kroatischer Einwander*innen, hat in Kroatien, den USA und Kanada gelebt. Jagoda Marinić mag beispielsweise Fragen über Politik, Kultur, Feminismus und Deutschland als Einwanderungsland.

Götz Aly - Porträt (Bild: dpa/Sophia Kembowski)
dpa/Sophia Kembowski

Dienstag - Götz Aly

Götz Aly forscht zu und schreibt über Geschichte. Geboren 1947 in Heidelberg. Hat die Deutsche Journalistenschule München besucht und Geschichte und Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Kennt die Studentenbewegung nicht nur aus Büchern. Ihn beschäftigen Fragen über Nationalsozialismus und Holocaust, Kolonialismus, die 68er-Bewegung, deutsche Geistesgeschichte, Russland und Osteuropa.

Paulina Fröhlich - Porträt - (Bild: Capital Headshots Berlin)
Capital Headshots Berlin / Peter Venus

Mittwoch - Paulina Fröhlich

Paulina Fröhlich redet über und arbeitet mit Politik. Geboren 1991, hat Geographie, Islamwissenschaft und Wasserressourcenmanagement studiert und kennt Köln, Amman und Helsinki. Paulina Fröhlich mag radikale Höflichkeit sowie Fragen über Demokratie, Vertrauen in Politik, Teilhabe, Repräsentation und den Umgang mit Rechtspopulismus.

Andres Veiel - Porträt (Bild: Carsten Kampf)
Carsten Kampf

Mittwoch - Andres Veiel

Andres Veiel macht Dokumentar- und Spielfilme und inszeniert am Theater. Geboren 1959 in Stuttgart, hat in Berlin Psychologie studiert. Wollte mal Psychoanalytiker werden, hat sich dann aber fürs Theater und fürs Filmemachen entschieden. Ihn interessieren Fragen über Nationalsozialismus, Rechtsextremismus und die RAF, das Finanzsystem und seine Krisen, grüne Wirtschaft, Krieg und Frieden, und wie man mit Kunst die Gesellschaft verändern kann.

Susanne Mayer - Porträt (Bild: Laura Huck)
Laura Huck

Donnerstag - Susanne Mayer

Susanne Mayer schreibt Bücher und für "Die Zeit". Geboren 1952 in Bonn, hat sie Literatur studiert und in Anglistik promoviert. Sie hat in Großbritannien und den USA gelebt, längerer Aufenthalt in Kambodscha. Susanne Mayer mag beispielsweise Fragen über Literatur und Politik, zu Kultur, Familie und Kinder, das Älterwerden und über Männer.

Jana Simon - Porträt (Bild: Frank Rothe)
Frank Rothe

Donnerstag - Jana Simon

Jana Simon schreibt Bücher und für "Die Zeit". Geboren in Potsdam, danach gern unterwegs, mal in Italien, mal in Großbritannien oder in den USA. Jana Simon mag beispielsweise Fragen über Osteuropa, über Filme und Literatur, über Politik, über den deutschen Vereinigungsprozess und darüber, was unsere Gesellschaft noch zusammenhält.

Anatol Stefanowitsch - Porträt (Bild: rbb/ Gregor Baron)
rbb/ Gregor Baron

Freitag - Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch forscht, schreibt und redet zu und über Sprache, der zweiten großen Liebe seines Lebens. Geboren 1970 in Berlin, aufgewachsen in Deutschland und England, Studium der Sprachwissenschaften in Hamburg und Houston, Texas. Hat 2010 die Initiative "Anglizismus des Jahres" mit ins Leben gerufen. Engagiert sich gegen sprachliche Diskriminierung und den politischen Missbrauch von Sprache. Er mag alle Fragen, die mit Sprache zu tun haben.

Claudius Seidl - Porträt (Bild: dpa/Tim Brakemeier)
dpa/Tim Brakemeier

Freitag - Claudius Seidl

Claudius Seidl ist Redakteur im Feuilleton der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” und schaut viele Filme. Geboren 1959 in Würzburg, hat Theater- und Politikwissenschaft und VWL studiert, hat schon ein paar Redaktionen geleitet und mit dem Kameramann Michael Ballhaus ein Buch geschrieben. Claudius Seidl mag beispielsweise Fragen über Filme und Kino, Jazz, die 68er und alles, was mit Kultur und Politik zu tun hat.