Die Frage des Tages © rbbKultur
rbbKultur

Kommentar - Die Frage des Tages

Zehn starke Stimmen im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 08.10 Uhr. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind: Ulrike Herrmann von der "taz", der Historiker Götz Aly, die Schriftstellerin Jagoda Marinić, der Filmemacher Andres Veiel, "Die Zeit"-Autorinnen Jana Simon und Susanne Mayer, Claudius Seidl von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der Journalist und Autor Mohamed Amjahid, der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch sowie Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum Berlin.

Die Fragen

Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Ausländische Hilfskräfte für deutsche Flughäfen - eine gute Lösung?

Wegen Personalmangel herrscht Chaos an den Flughäfen in Deutschland. Darum hat die Bundesregierung verkündet, der Luftfahrtbranche helfen zu wollen. Befristet angestellte Hilfskräfte aus dem Ausland - vor allem aus der Türkei und den Balkanländern - sollen kurzfristig einspringen. Dafür soll es auch schnelle Aufenthalts- und Arbeitserlaubnisse geben. Ist das eine gute Lösung? Susanne Mayer kommentiert.
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Andres Veiel © rbbKultur/Carsten Kampf

- Macht sich die Regierung mit ihrem Vorschlag beim Verbrenner-Aus unglaubwürdig

In der EU sollen ab 2035 nur noch klimaneutrale Neuwagen verkauft werden, darauf haben sich die Umweltminister verständigt. Die grüne Umweltministerin Steffi Lemke hatte vorab deutlich gemacht, Deutschland sei für ein klares Ende des Verbrennermotors, Widerspruch kam vom Finanzminister Christian Lindner von der FDP. Er pocht darauf, dass nach 2035 auch Verbrenner-Autos zugelassen werden können, die mit so genannten E-Fuels fahren. Der deutsche Vorschlag ist nun ein Kompromiss, der diese Möglichkeit offen lässt. Das Endergebnis muss noch mit dem EU-Parlament verhandelt werden. Macht sich die Bundesregierung damit unglaubwürdig? Verspielt sie gerade die Chance, ein klares Zeichen für eine engagierte Klimapolitik zu setzen? Unsere „Frage des Tages“ geht an den Filmemacher Andres Veiel.
Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages © rbbKultur
rbbKultur

- Ist dem Staat die "Würde des Alters" komplett egal?

Deutschlandweit haben mehr als 22 Prozent der über 80-Jährigen weniger als 1126 Euro pro Monat zum Leben. In Berlin und Brandenburg gelten sogar über die Hälfte aller Frauen und fast die Hälfte aller Männer bei Renteneintritt als arm. Rente und Altersarmut sind rbb-Themenschwerpunkt und bestimmen deshalb auch unsere "Frage des Tages": Altersarmut in der Wohlstandsgesellschaft: Ist dem Staat die "Würde des Alters" komplett egal? Das fragen wir die Publizistin und Schriftstellerin Jagoda Marinić.
Download (mp3, 8 MB)
Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Nach dem Abtreibungs-Verbot in den USA: Wird der Fortschritt zurückgedreht?

Am Freitag hat das Oberste Gericht der USA das Recht auf Abtreibung gekippt. In acht US-Bundesstaaten sind Schwangerschaftsabbrüche ab sofort verboten. Der amtierende US-Präsident Joe Biden sprach von einem "tragischen Fehler". Bundeskanzler Olaf Scholz twitterte, es sei noch ein langer Weg bis zur Geschlechtergerechtigkeit - "bei uns - und in vielen anderen Teilen der Welt". Wir fragen den Journalisten Mohamed Amjahid: Wie sieht er aus, der lange Weg zur Geschlechtergerechtigkeit - wird der Fortschritt zurückgedreht?
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Claudius Seidl © rbbKultur/dpa/Tim Brakemeier

- Müssen wir Bürger richten, was die Wirtschaft verschlafen hat?

Die Energiequellen werden knapp. Gestern hat Robert Habeck die zweite von drei Krisenstufen beim Notfallplan Gas ausgerufen. Was wichtig ist angesichts der akuten Energiekrise: radikales Neudenken. Bei uns allen, in der Politik, aber vor allem auch in der Groß-Industrie, die jetzt vorrangig nach Lastenausgleich ruft. Müssen wir Bürger also richten, was die Unternehmen verschlafen haben? Unsere Frage des Tages an den Publizisten Claudius Seidl.
Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Jana Simon © rbbKultur/Frank Rothe

- Energiekrise: Können wir bei "Atomkraft: Nein danke!" bleiben?

Russisches Gas wird immer knapper und ist ja auch nicht gewünscht. Öl wird immer teurer und unser Wirtschaftsminister Robert Habeck hat vor einer schweren Energiekriese gewarnt. Solange Windkraft und Solarzellen unseren Energiebedarf nicht decken, wird vermehrt auch über einen späteren Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft diskutiert. Beim Kohleausstieg geht Robert Habeck mit, bei der Atomkraft hält er sich zurück. Unsere "Frage des Tages" lautet heute: Können wir bei "Atomkraft: Nein danke!" bleiben? Sie geht an die Journalistin Jana Simon.
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Paulina Fröhlich © rbbKultur/Capital Headshots Berlin

- Wie frei ist die Kunst? Wie frei darf sie sein?

Nach Antisemitismus-Vorwürfen ist ein umstrittenes Kunstwerk auf der Documenta in Kassel abgebaut worden. Das Werk stammt vom indonesischen Künstlerkollektiv Taring Padi und hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Die Documenta-Leitung entschuldigte sich damit, sie könne nicht jedes Kunstwerk prüfen, Stichwort: Kunstfreiheit. Deshalb lautet unsere „Frage des Tages“: Wie frei ist die Kunst? Wie frei darf sie sein? Sie geht heute an Paulina Fröhlich, Leiterin des Programmbereichs Zukunft der Demokratie des Progressiven Zentrums.
Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- Anerkennung ausländischer Abschlüsse in Pflege und Medizin

Deutschland braucht dringend gut ausgebildetes Personal im Gesundheitsbereich und in der Pflege. Und es gibt Menschen aus aller Welt, die gern in diesen Bereichen bei uns arbeiten würden, gerade auch in Berlin und Umgebung. Klar, ihre Abschlüsse müssen offiziell anerkannt werden und sie müssen Deutsch können, aber muss die Überprüfung wirklich mehrere Monate dauern? Sollten wir ausländische Abschlüsse in der Pflege und im Gesundheitsbereich nicht unbürokratischer anerkennen? Unsere Frage des Tages beantwortet Götz Aly.
Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Ist Steinmeiers Kritik an den Documenta-Machern berechtigt?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die 15. "documenta" mit deutlicher Kritik an Veranstaltern und Kuratoren eröffnet. Er sagte unter anderem, dass es im Vorfeld der Weltkunstschau "manch gedankenlosen, leichtfertigen Umgang mit dem Staat Israel gegeben habe". Doch was ist da dran? Ist Steinmeiers Kritik an den Documenta-Machern berechtigt? Unsere "Frage des Tages" geht heute an den Journalisten Mohamed Amjahid.
Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Ist ein EU-Beitritt der Ukraine der richtige Schritt?

Gestern hat Olaf Scholz die Ukraine besucht und betont, dass das Land "zur europäischen Familie" gehört. Der Bundeskanzler sprach sich auch dafür aus, der Ukraine einen sofortigen EU-Kandidatenstatus zu geben. Ist das ein richtiger Schritt? Unsere "Frage des Tages" geht heute an den Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.

Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Muss die Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse abgeschafft werden?

Angesichts rasant steigender Lebensmittelpreise und des Klimawandels könnte die Mehrwertsteuer für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte abgeschafft werden. Kritiker sagen, dass eine solche Maßnahme nur den Unternehmen, aber nicht den Verbraucher:innen zugutekommt. Deshalb lautet unsere heutige "Frage des Tages" an die ZEIT-Journalistin Susanne Mayer: Muss die Mehrwertsteuer für Obst und Gemüse abgeschafft werden?

Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Andres Veiel © rbbKultur/Carsten Kampf

- Muss man sich mit dem Rechtsruck abfinden?

Rechtsradikalismus war schon immer ein großes Thema in den deutschen Bundesländern, doch es wird immer größer. Der Verfassungsschutzbericht für Brandenburg ist jetzt erschienen und zeigt: 2830 Personen werden als rechtsradikal eingestuft, ein Rekord in der Geschichte des Landes. Die Gewaltstraftaten sind gestiegen und die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter ist sogar von 80 auf 650 Personen gewachsen. Muss man sich mit dem Rechtsruck abfinden? - Das ist die Frage des Tages, die der Filmemacher Andres Veiel beantwortet.
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Jagoda Marinic © rbbKultur/chrisbeltran.com

- Sind ukrainische Geflüchtete in Deutschland wirklich nicht willkommen?

Nach Ansicht des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk kehren viele ukrainische Geflüchtete Deutschland wieder den Rücken, weil sie sich hier nicht willkommen fühlten. Ist dieser Vorwurf angesichts von Zehntausenden von Menschen, die Unterkünfte vermitteln, Lebensmittel und Kleidung spenden ungerecht? Oder sind ukrainische Geflüchtete in Deutschland wirklich nicht willkommen? Das ist heute unsere "Frage des Tages" an Jagoda Marinić.
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Ulrike Herrmann © rbbKultur/privat

- Der Tankrabatt ist gescheitert – was nun?

Der sogenannte Tankrabatt hat nicht dazu geführt, wofür er gedacht war: Spritkosten zu senken. Vielmehr sind sie gestiegen und die Mineralölkonseren heimsen die aus Steuergelder subventionierten Gewinne ein. Der Tankrabatt ist gescheitert, was daraus folgen müsste, kommentiert Ulrike Herrmann von der taz.

Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Claudius Seidl © rbbKultur/dpa/Tim Brakemeier

- Keine neuen Verbrennungs-motoren ab 2035: Die richtige politische Entscheidung?

Der Automobilkonzern VW hält es für durchsetzbar, bis 2035 keine Verbrennungsmotoren mehr zuzulassen. Wenn das schon ein Automobilkonzern sagt, dann scheint der Vorstoß des EU-Parlaments nicht zu gewagt zu sein. Auch wenn andere Vertreter der Automobilindustrie meinen, es sei viel zu früh. Für Umweltverbände und die Fridays for Future-Bewegung dagegen kommt dieses Verbot viel zu spät. Sie hatten sich einen früheren Ausstieg erhofft. Keine neuen Verbrennungsmotoren ab 2035: Ist das also die richtige politische Entscheidung. Das fragen wir heute den Publizisten Claudius Seidl, in der Frage des Tages.

Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Jana Simon © rbbKultur/Frank Rothe

- Steht die Debattenkultur in Deutschland vor dem Aus?

Zuletzt traf es die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot: Weil sie in der Talkshow von Markus Lanz zum Ukraine-Krieg nicht allein den Russen die Schuld gab, wurde sie heftig attackiert. Und so geht es immer mehr Menschen, die von der Mehrheitsmeinung abweichende Ansichten äußern. Steht die Debattenkultur in Deutschland vor dem Aus? Das fragen wir die Journalistin Jana Simon in unserer "Frage des Tages".
Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Paulina Fröhlich © rbbKultur/Capital Headshots Berlin

- Garantiert Rücksichtslosigkeit eine lange politische Karriere?

Dem Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann wird Vorteilnahme im Amt, also Korruption, vorgeworfen, er will trotzdem Oberbürgermeister bleiben. Der britische Premierminister Boris Johnson feierte trotz Lockdown Parties und lässt sich auch von einem Misstrauensvotum nicht aus seinem Job drängen. Zwei Beispiele für egomane Politiker, die erfolgreich an ihren Ämtern kleben. Garantiert Rücksichtslosigkeit eine lange politische Karriere? Das fragen wir Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum in unserer "Frage des Tages".
Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- War das Pfingst-Wochenende ein 1. Härtetest für das 9-Euro-Ticket?

Am Pfingst-Wochenende haben wie erwartet viele, viele Menschen das neue 9-Euro-Ticket genutzt, für einen Kurztriptt mit der Bahn. Und wie erwartet gab es vollgestopfte Züge und auch viel Frust, wenn man zum Beispiel als Radfahrer nicht mitdurfte. Auf einigen Strecken war der Ansturm so stark, dass Züge erst gar nicht abfahren konnten. Ein Feldversuch sei dieses Ticket ja schließlich, so der Bundesverkehrsminister. Und jetzt sollen die Kapazitäten der Bahn verbessert werden. War also das Pfingstwochenende der erste Härtetest für das 9-Euro-Ticket? Unsere Frage des Tages mit Götz Aly.

Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- 100 Tage Krieg in der Ukraine: Wo ist die Zeitenwende?

In dem inzwischen schon 100 Tage dauernden Krieg in der Ukraine hat der ukrainische Botschafter in Deutschland Andrij Melnyk nicht gespart mit harter Kritik an der Bundesregierung. Nun lobte er Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals für seine politische Strategie. Der Kanzler hatte zuvor angekündigt, dass Deutschland Mehrfachraketenwerfer in die Ukraine liefern will. Jetzt könne man wirklich von einer Zeitenwende für die Ukraine sprechen, meinte Melnyk dazu. Ist es das? Zu dieser Frage des Tages auf rbbKultur die Meinung von Anatol Stefanowitsch.
Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Ist die Mietpreisbremse light eine gute Idee?

Niemand soll mehr als 30 Prozent seines Haushaltseinkommens für die Miete zahlen, das findet Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD). Gewährleisten soll das eine "öffentliche Mietpreisprüfstelle". Ist das eine gute Idee? Unsere Kommentatorin, die ZEIT-Journalistin Susanne Mayer, findet den Vorschlag nicht gut genug durchdacht.
Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Andres Veiel © rbbKultur/Carsten Kampf

- Ist das 9-Euro-Ticket reine Symbolpolitik?

Ab heute gilt das 9-Euro-Ticket für den Regional- und Nahverkehr. Im Juni, Juli und August gilt es für jeweils 9 Euro im Monat in ganz Deutschland. Bis gestern Nachmittag hat die Deutsche Bahn es bereits 7 Millionen Mal verkauft. Aber kann ein Angebot, das nur für drei Monate gilt, auch ein Beitrag zur Verkehrswende sein? Unser Kommentator, der Filmemacher Andres Veiel, findet: Das 9-Euro-Ticket ist Symbolpolitik.

Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Jagoda Marinic © rbbKultur/chrisbeltran.com

- Ist der Diversity-Hype verlogen?

Heute ist Diversity-Tag. Zehn Jahre nach Einführung des bundesweiten Aktionstages, an dem sich auch der rbb heute beteiligt, scheint das Thema Diversität im Mainstream angekommen zu sein. Diversity ist "in". Große Unternehmen wie H&M oder die Deutsche Bahn setzen in ihren Werbekampagnen auf das Schlagwort Diversity, genauso wie Heidi Klum in der gerade beendeten Staffel von "Germany's Next Topmodel". Doch wird das Thema Vielfalt wirklich ernst gemeint? Oder ist der Diversity-Hype verlogen? Das ist die Frage des Tages an Jagoda Marinić.

Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Ulrike Herrmann © rbbKultur/privat

- Ist das "Klimageld" der richtige Weg?

Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil fordert ein so genanntes "Klimageld", das ab 1. Januar 2023 Es solle Menschen zugutekommen, die als Alleinstehende weniger als 4.000 Euro brutto im Monat verdienen, sagte Heil am Wochenende. Doch schon gestern gab es Kritik: Finanzminister Christian Lindner sprach sich etwa dafür aus, zunächst die Lohn- und Einkommensteuer zu reformieren. Wir fragen daher unsere Kommentatorin Ulrike Herrmann: Ist das "Klimageld" der richtige Weg?

Download (mp3, 5 MB)
Die Frage des Tages – Claudius Seidl © rbbKultur/dpa/Tim Brakemeier

- Muss die Nato sich von Erdogan erpressen lassen?

Um Finnland und Schweden aufnehmen zu können, braucht die Nato die Zustimmung der Türkei. Doch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht die Option, den Beitritt der beiden Länder mit seinem Veto verhindern zu können, als Chance – und pokert. Er fordert von Finnland und Schweden ein härteres Vorgehen gegen die PKK und die kurdisch-syrische YPG. Und er wirft den beiden Ländern vor, Waffenlieferungen an Ankara gestoppt zu haben. Claudius Seidl gibt zwei Antworten auf die "Frage des Tages".
Download (mp3, 4 MB)
Die Frage des Tages – Jana Simon © rbbKultur/Frank Rothe

- Affenpocken - sind wir Pandemie-hysterisch?

In den Zeitungen häufen sich in diesen Tagen Artikel über die Affenpocken. Zumindest in ihren Überschriften sind sie durchaus alarmierend. Viele Menschen sind sehr verunsichert. Sind wir zunehmend Pandemie-hysterisch geworden? Ja, findet unsere Kolumnistin Jana Simon zu unserer "Frage des Tages".

Download (mp3, 6 MB)
Die Frage des Tages – Götz Aly © rbbKultur/dpa/Sophia Kembowski

- Ist unsere Aufmerksamkeit bezüglich des Ukraine-Kriegs "abgenutzt"?

Heute vor 3 Monaten begann der russischer Angriffskrieg in der Ukraine. Inzwischen sind die Nachrichten vom Krieg nicht mehr wie anfangs überall auf Platz 1. Sind wir abgestumpft, ist unsere Aufmerksamkeit "abgenutzt"? Und wenn ja, woran liegt das? Der Historiker Götz Aly hat da ein paar Thesen zu unserer Frage des Tages.
Download (mp3, 8 MB)
Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer

- Brauchen wir eine Kehrtwende in der Deutschen Flüchtlingspolitik?

Aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtete Menschen haben ab dem 1. Juni automatisch Anspruch auf Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II. Sie bekommen damit Zugang etwa zur Betreuung durch die Jobcenter bei der Arbeitssuche sowie zu Sprachkursen. Das begrüßt die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds DGB, Yasmin Fahimi. Sie geht sogar noch weiter und forderte gestern in einem Interview eine "grundsätzliche Kehrtwende" in der deutschen Flüchtlingspolitik. Diese soll sich auch für andere Menschen an den Regelungen für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine orientieren. Diese Frage des Tages geht heute an Mohamed Amjahid.

Download (mp3, 7 MB)
Die Frage des Tages – Anatol Stefanowitsch © rbbKultur/Gregor Baron

- Muss der Begriff "Heimat" positiv umgedeutet werden?

"Wir müssen den Begriff Heimat positiv umdeuten und so definieren, dass er offen und vielfältig ist." Diese Forderung stammt von Bundesinnenministerin Nancy Faeser und ist ihre Antwort auf die Frage, wie der Begriff aus der ideologischen Vereinnahmung durch AfD und Rechtsradikale zurückerobert werden kann. In unserer "Frage des Tages" möchten wir von dem Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch wissen, wie er diese Forderung sieht: Muss der Begriff Heimat positiv umgedeutet werden?
Download (mp3, 4 MB)
Die Frage des Tages – Susanne Mayer; © rbbKultur/Laura Huck
rbbKultur | Laura Huck

- Sollte die geschäftsmäßige Sterbehilfe erlaubt werden?

Jeder Mensch hat das Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Das hat das Bundesverfassungsgericht vor zwei Jahren klargestellt und das bis dahin geltende Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe gekippt. Seitdem diskutiert der Bundestag über eine Neuregelung des Gesetzes, konnte sich in der letzten Legislaturperiode aber nicht auf einen Gesetzentwurf einigen. Gestern haben die Parlamentarier in einer Orientierungsdebatte einen neuen Versuch gewagt. Sollte in Zukunft auch die geschäftsmäßige Sterbehilfe erlaubt werden? Unsere Frage des Tages an die Zeit-Journalistin Susanne Mayer.

Download (mp3, 10 MB)

Die Kommentator:innen

Ulrike Herrmann - Porträt (Bild: privat)
privat

Montag - Ulrike Herrmann

Ulrike Herrmann schreibt Bücher und für die "taz". Geboren 1964 in Hamburg, nach der Schule erst Ausbildung zur Bankkauffrau, dann zur Journalistin. Weiß wie Parteien und Politik von Innen aussehen und war im Vorstand der Genossenschaftszeitung "taz". Ulrike Herrmann mag beispielsweise Fragen über Politik, Wirtschaft, die Mittelschicht und den Kapitalismus.

Mohamed Amjahid - Porträt (Bild: A. Langer)
A. Langer

Montag - Mohamed Amjahid

Mohamed Amjahid schreibt Bücher und in Zeitungen. Geboren 1988 in Frankfurt/Main als Kind marokkanischer Gastarbeiter*innen, hat in Marokko Abitur gemacht und in Deutschland studiert. Er mag Fragen zu politischen Themen wie Rassismus, Weißen Privilegien, Polizeigewalt und zum Nahen Osten und Nordafrika.

Jagoda Marinić - Porträt (Bild: Cris Beltran)
crisbeltran.com

Dienstag - Jagoda Marinić

Jagoda Marinić schreibt Bücher und Kolumnen, arbeitet als Kulturmanagerin, hält Vorträge und hostet den Podcast "Freiheit Deluxe". Geboren 1977 als Tochter kroatischer Einwander*innen, hat in Kroatien, den USA und Kanada gelebt. Jagoda Marinić mag beispielsweise Fragen über Politik, Kultur, Feminismus und Deutschland als Einwanderungsland.

Götz Aly - Porträt (Bild: dpa/Sophia Kembowski)
dpa/Sophia Kembowski

Dienstag - Götz Aly

Götz Aly forscht zu und schreibt über Geschichte. Geboren 1947 in Heidelberg. Hat die Deutsche Journalistenschule München besucht und Geschichte und Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Kennt die Studentenbewegung nicht nur aus Büchern. Ihn beschäftigen Fragen über Nationalsozialismus und Holocaust, Kolonialismus, die 68er-Bewegung, deutsche Geistesgeschichte, Russland und Osteuropa.

Paulina Fröhlich - Porträt - (Bild: Capital Headshots Berlin)
Capital Headshots Berlin / Peter Venus

Mittwoch - Paulina Fröhlich

Paulina Fröhlich redet über und arbeitet mit Politik. Geboren 1991, hat Geographie, Islamwissenschaft und Wasserressourcenmanagement studiert und kennt Köln, Amman und Helsinki. Paulina Fröhlich mag radikale Höflichkeit sowie Fragen über Demokratie, Vertrauen in Politik, Teilhabe, Repräsentation und den Umgang mit Rechtspopulismus.

Andres Veiel - Porträt (Bild: Carsten Kampf)
Carsten Kampf

Mittwoch - Andres Veiel

Andres Veiel macht Dokumentar- und Spielfilme und inszeniert am Theater. Geboren 1959 in Stuttgart, hat in Berlin Psychologie studiert. Wollte mal Psychoanalytiker werden, hat sich dann aber fürs Theater und fürs Filmemachen entschieden. Ihn interessieren Fragen über Nationalsozialismus, Rechtsextremismus und die RAF, das Finanzsystem und seine Krisen, grüne Wirtschaft, Krieg und Frieden, und wie man mit Kunst die Gesellschaft verändern kann.

Susanne Mayer - Porträt (Bild: Laura Huck)
Laura Huck

Donnerstag - Susanne Mayer

Susanne Mayer schreibt Bücher und für "Die Zeit". Geboren 1952 in Bonn, hat sie Literatur studiert und in Anglistik promoviert. Sie hat in Großbritannien und den USA gelebt, längerer Aufenthalt in Kambodscha. Susanne Mayer mag beispielsweise Fragen über Literatur und Politik, zu Kultur, Familie und Kinder, das Älterwerden und über Männer.

Jana Simon - Porträt (Bild: Frank Rothe)
Frank Rothe

Donnerstag - Jana Simon

Jana Simon schreibt Bücher und für "Die Zeit". Geboren in Potsdam, danach gern unterwegs, mal in Italien, mal in Großbritannien oder in den USA. Jana Simon mag beispielsweise Fragen über Osteuropa, über Filme und Literatur, über Politik, über den deutschen Vereinigungsprozess und darüber, was unsere Gesellschaft noch zusammenhält.

Anatol Stefanowitsch - Porträt (Bild: rbb/ Gregor Baron)
rbb/ Gregor Baron

Freitag - Anatol Stefanowitsch

Anatol Stefanowitsch forscht, schreibt und redet zu und über Sprache, der zweiten großen Liebe seines Lebens. Geboren 1970 in Berlin, aufgewachsen in Deutschland und England, Studium der Sprachwissenschaften in Hamburg und Houston, Texas. Hat 2010 die Initiative "Anglizismus des Jahres" mit ins Leben gerufen. Engagiert sich gegen sprachliche Diskriminierung und den politischen Missbrauch von Sprache. Er mag alle Fragen, die mit Sprache zu tun haben.

Claudius Seidl - Porträt (Bild: dpa/Tim Brakemeier)
dpa/Tim Brakemeier

Freitag - Claudius Seidl

Claudius Seidl ist Redakteur im Feuilleton der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” und schaut viele Filme. Geboren 1959 in Würzburg, hat Theater- und Politikwissenschaft und VWL studiert, hat schon ein paar Redaktionen geleitet und mit dem Kameramann Michael Ballhaus ein Buch geschrieben. Claudius Seidl mag beispielsweise Fragen über Filme und Kino, Jazz, die 68er und alles, was mit Kultur und Politik zu tun hat.