Prof. Dr. Bénédicte Savoy - © TU Berlin/Ulrich Dahl

- Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy

im Gespräch mit Marie-Christine Werner

Bénédicte Savoy hat den Kunstgenuss im Museum einmal mit ethisch korrektem Fleischverzehr verglichen. So wie bei einem Steak wünsche sich heute der Museumsbesucher auch bei Kulturgütern eine moralisch akzeptable Provenienz. Es sei wichtig zu wissen, ob das Ausstellungsstück legal erworben wurde und ob die Präsentation seinem Wesen und seiner Geschichte gerecht werde. Die Französin Bénédicte Savoy plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst.

Die vielfach ausgezeichnete Kunsthistorikerin lehrt an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. Gemeinsam mit ihrem senegalesischen Kollegen Felwine Sarr hat sie im vergangenen Herbst Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron eine Empfehlung zur Restitution des afrikanischen Kulturerbes übergeben. Dieses Memorandum hat international für Aufsehen gesorgt und Debatten über den richtigen Umgang mit geraubtem kolonialem Kulturgut ausgelöst.

Das Gespräch steht nach der Ausstrahlung im Internet unter ardradiofestival.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.