ARD Radiofestival 2021 – Lesung; © WDR/ARD
Bild: WDR/ARD

- "Ein Spalt Luft" von Mischa Mangel (1/5)

Ein junger Mann umkreist seine Geschichte in einer vielstimmigen Collage aus psychologischen Gutachten, Märchen, Träumen, psychotischen Tiraden und poetischen Sequenzen.

Kurz nach seiner Geburt leidet seine Mutter zum ersten Mal an einer Psychose. Sie zieht sich mit dem Kind immer mehr zurück, kappt alle Kontakte zu Freunden und Familie, verlässt die Zweizimmerwohnung nur noch selten. Sein Vater kämpft für das alleinige Sorgerecht. Als der Sohn in dessen neue Familie aufgenommen wird, bricht der Kontakt zur Mutter ab. Fast 20 Jahre später ist er deshalb auf die Zeugnisse anderer angewiesen, um doch noch zu erfahren, was damals geschehen ist. Er malt sich aus, wie diese Zeit gewesen sein könnte, und wird dabei von einer albtraumhaften Welt eingeholt.

Mischa Mangel, geboren 1986, lebt in Berlin und hat Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus in Hildesheim studiert, außerdem dort und in Marseille Kulturvermittlung/Médiation Culturelle de l’Art. Er war Finalist des Literaturpreises Prenzlauer Berg 2015. "Ein Spalt Luft" ist sein Debütroman.

Verlag: Suhrkamp/Insel
Lesung: Marek Harloff
Regie: Denise Dreyer
Redaktion: Tilla Fuchs
Produktion: SR 2021

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