Europakonzert 2021 der Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko im Foyer der Philharmonie Berlin; © Stephan Rabold
Stephan Rabold
Bild: Stephan Rabold

Aufnahme aus dem Foyer der Berliner Philharmonie - Europakonzert 2021

Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker

Am Mikrofon: Andreas Knaesche

Mit ihrem traditionellen Europakonzert erinnern die Berliner Philharmoniker jedes Jahr an ihre Gründung am 1. Mai 1882. Seit 30 Jahren findet diese Konzertreihe an einem kulturhistorisch besonderen Ort in ganz Europa statt. Das Orchester will damit ein Zeichen für das gemeinsame kulturelle Erbe Europas setzen.

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker: "Für dieses Jahr hatten wir ein Konzert in der Sagrada Família in Barcelona geplant. Die Europakonzerte planen wir bewusst immer an sehr schönen historischen Orten in ganz Europa – insofern haben wir natürlich auch ein weinendes Auge, dass wir jetzt doch in Berlin sind."

Statt Gaudí nun also Scharoun: Das Europakonzert 2021 findet im Foyer der Philharmonie Berlin statt und wird im Fernsehen und Radio übertragen. Das von Hans Scharoun konzipierte, lichtdurchflutete Foyer bietet mit seinen asymmetrischen Flächen und Galerien eine außergewöhnliche Konzert-Kulisse.

"Wir wollen in diesem Europakonzert einmal eine andere Seite unserer wunderbaren philharmonischen Heimat zeigen. Das Programm wird unterschiedlichste visuelle Perspektiven bieten, und auch durch die Aufteilung in mehrere Gruppen, wird man unser Orchester neu erleben können. Für unsere Partner von EuroArts und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg sowie unsere Digital Concert Hall werden so spektakuläre Bilder entstehen", sagt der Geiger Stanley Dodds, der als Medienvorstand im Orchester für das Europakonzert zuständig ist.

Das musikalische Programm reflektiert diese besondere Bauweise und spielt mit Nähe und Ferne, mit Werken nicht nur für großes Orchester, sondern auch für vielfältige und teils räumlich separierte Gruppen.

Chefdirigent Kirill Petrenko: "Nachdem feststand, dass das diesjährige Europakonzert hier in Berlin im Foyer der Philharmonie stattfinden wird, war mir sofort klar, dass wir das Programm diesem besonderen Ort anpassen müssen. Die Fanfare zur Eröffnung der Philharmonie von Boris Blacher spricht dabei für sich selbst. Dazu gibt es Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise mit räumlicher Distanz musikalischen Dialog herstellen: von Mozarts Notturno für vier Orchester über Charles Ives' berühmte 'Unanswered Question' bis zu Krzysztof Pendereckis frühem Meisterwerk 'Emanationen', das hier noch nie gespielt wurde. Als Reminiszenz an unseren saisonübergreifenden russischen Schwerpunkt spielen wir außerdem die Orchestersuite Nr. 3 von Peter Tschaikowsky, die nach meiner Überzeugung viel zu selten zu hören ist.“

Das Europakonzert wird am 1. Mai 2021 um 11 Uhr vom Rundfunk Berlin-Brandenburg live im Ersten und auf rbbKultur übertragen sowie von EuroArts in über 80 Ländern und weltweit in der Digital Concert Hall.

PROGRAMM

Boris Blacher
Festliche Fanfare

Charles Ives
The Unanswered Question Wolfgang Amadeus Mozart Notturno für 4 Orchester D-Dur, KV 286 (269a

Krzysztof Penderecki
Emanations

Peter Tschaikowsky
Suite für Orchester Nr. 3 G-Dur, op. 55

John Adams
Short Ride in a Fast Machine

Rezension

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