Matthias Katsch, Sprecher "Eckiger Tisch"; © Eckiger Tisch
Eckiger Tisch
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- Tatort Kirche

Margarethe Steinhausen im Gespräch mit Matthias Katsch, Mitbegründer der Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch".

Mitte Januar vor zehn Jahren suchten drei Männer den damaligen Direktor des renommierten Berliner Canisius-Kollegs, Pater Klaus Mertes, auf. Nach jahrzehntelangem Schweigen berichteten die ehemaligen Schüler von sexuellem Missbrauch, begangen von zwei Jesuitenpatres in den siebziger Jahren. Einer der Männer, die ihr Schweigen brachen, war Matthias Katsch, der mit anderen im Frühjahr 2010 die Betroffeneninitiative "Eckiger Tisch" gründete.

In der Folge gingen immer mehr Opfer an die Öffentlichkeit und sprachen über das, was ihnen durch Priester angetan worden war. Der Missbrauchsskandal stürzte die Katholische Kirche Deutschlands in eine tiefe Krise. Zehn Jahre nach den ersten Enthüllungen zieht Matthias Katsch im Gespräch Bilanz: Wurde restlos aufgeklärt, wer welche Verbrechen begangen hat? Wer war verantwortlich für die jahrzehntelange Vertuschung und wie ist der Stand im Kampf um eine angemessene Entschädigung?