Florian Havemann; © Uwe Hauth
Uwe Hauth
Bild: Uwe Hauth Download (mp3, 45 MB)

- Bewegtes Leben

Margarethe Steinhausen im Gespräch mit Florian Havemann

Elektriker, Maler, Dichter, Richter. Florian Havemann kann sich nur schwer festlegen. Als 16-Jähriger protestierte er gegen den Einmarsch der Warschauer Pakt-Truppen in Prag, kam vier Monate ins Gefängnis, floh drei Jahre später aus der DDR. Wolf Biermann schickte ihm das bitterböse Lied "enfant perdu" hinterher.

In West-Berlin studierte Florian Havemann Bühnenbild und schlug sich als Putzmann durch. 1999 wurde er einer von zwei ehrenamtlichen Richtern am Brandenburgischen Verfassungsgericht. Für einen Skandal sorgte 2007 seine Familiensaga "Havemann". Einige Kritiker sprachen von Vatermord an seinem Vater Robert, dem in der DDR "staatlich anerkannten Staatsfeind". Sein Roman "Speedy" brauchte 14 Jahre, bis ein Verlag ihn veröffentlichte.