Jascha Nemtsov; © Rut Sigurdardóttir
Rut Sigurdardóttir
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- Musik als Konstante

Kirsten Dietrich im Gespräch mit dem Pianisten Jascha Nemtsov

Mit 30 musste sich Jascha Nemtsov als Musiker noch einmal neu erfinden. Vorher lebte der Sohn einer jüdischen Familie in Russland. Der Vater war als Gefangener im sibirischen Straflager gewesen. Sohn Jascha war zwar als Pianist ausgebildet, konnte aber von einer Karriere als Solist nur träumen. Die Familie will auswandern, 1992 eröffnet sich die Möglichkeit: Die Nemtsovs kommen nach Deutschland.

Seitdem widmet Jascha Nemtsov sein Leben ganz der Musik – als Pianist mit Konzerten und CD-Einspielungen, als Musikwissenschaftler mit einem Schwerpunkt auf jüdischer Musik und auch bei der Ausbildung der Kantoren für den jüdischen Gottesdienst. Neuanfänge und Konstanten – auch das gehört zu "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

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1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland; © rbbKultur
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Im Hier und Jetzt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das ist der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bundesweit finden zahlreichen Veranstaltungen statt, Höhepunkt soll im Herbst das größte Laubhüttenfest der Welt "Sukkot XXL" vom 20. bis zum 27. September sein.

Musikliste 21.02.2021 19:04 Das Gespräch

Musik als Konstante - Kirsten Dietrich im Gespräch mit dem Pianisten Jascha Nemtsov

Tonträger Werk Zeit
LC Best.Nr Vsevolod Zaderatsky
„Die Taiga“ aus: Die Heimat, tr. 2 Jascha Nemtsov
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HARMONIA MUNDI FRANCELC 07045Best.Nr HMX 2901155.57 Johann Sebastian Bach
Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen (Eingangschor Matthäus-Passion) Jascha Nemtsov
Collegium Vocale Gent / La Chapelle Royale
Philippe Herreweghe
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SymposiumLC Best.Nr Traditional
Ovinu Malkeinu Kantor Gershon Yitzchok Sirota
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