Der Hintergrund; © rbbKultur
Bild: akg / Bildarchiv Steffens

Zum 100. Geburtstag - Paul Celan - ein zerrissener Dichter

"Es gibt keine Zeile, die nichts mit meiner Existenz zu tun hätte"

Eine Sendung von Dunja Welke

Der 1920 im heute ukrainischen Czernowitz geborene Paul Celan hat mit dem Jahrhundertgedicht "Todesfuge" seiner Mutter ein "Grab in den Lüften" gegeben. Die Eltern wurden von den Nazis ermordet, das Trauma grundiert etwa 800 Gedichte. Aber in Deutschland will man in den 1950er und 60 Jahren davon nichts wissen. Die Sendung zeichnet das Bild eines zerrissenen Dichters. 1970 begeht er Selbstmord. Der Suhrkamp Verlag veröffentlichte unlängst seine Briefe neu. Herausgeberin Barbara Wiedemann, der Czernowitzer Experte Petro Rychlo sowie Celans ehemaliger Lektor Klaus Reichert kommen zu Wort.