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Bild: Oliver Rüther

Die Siegerehrung – aus einer virtuellen Bar - rbbKultur und Literaturhaus Berlin vergeben Walter Serner Preis 2020

Der Walter Serner Preis, vergeben von rbbKultur und dem Literaturhaus Berlin, geht in diesem Jahr an Peter Zemla für seine Erzählung "Das Spielzeug". Der Autor erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

In "Das Spielzeug" kreist Peter Zemla um die Frage nach Wahrheit und Schwindel. Schauplatz ist der Tresen einer Kneipe. Der Ich-Erzähler schildert eine Geschichte, die ihm wiederum ein Mann namens Moosbrunner erzählt hat. Dieser wartet eines Tages auf sein Bier, als sich plötzlich ein Fremder neben ihn setzt und einen bizarren Gegenstand aus der Tasche zieht. In die Routine der Kneipenwelt bricht die Absurdität ein – aber wem kann man in dieser Geschichte eigentlich trauen?


"Das Spielzeug" hat die Jury überzeugt, weil Peter Zemla eine humorvolle und gleichzeitig erfreulich irritierende Eckkneipengeschichte erzählt, die die Grenzen der Realität auslotet und Metaphysik zur Möglichkeit erklärt. Mit dem verdoppelten Erzähler sorgt Peter Zemla außerdem für einen unterhaltsam-ironischen Ton und macht das Erzählen selbst zum Thema.

Gastjurorin 2020 war die Schriftstellerin Kathrin Passig, die auch die Laudatio auf den Preisträger hält. Zur Jury gehörten außerdem Sonja Longolius und Janika Gelinek, die Leiterinnen des Literaturhauses Berlin, sowie Nadine Kreuzahler (rbb) und Anne-Dore Krohn (rbbKultur).

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rbbKultur und Literaturhaus Berlin vergeben Walter Serner Preis 2020; © Literaturhaus Berlin
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