Der Morgen; © rbbKultur
Bild: Oliver Kranz

Die Friedensstatue darf bleiben - Debatte um Trostfrauen-Statue in Moabit

Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin-Mitte für den Erhalt der Friedensstatue für die Opfer sexualisierter Kriegsgewalt demonstriert. Ein Beitrag von Oliver Kranz

Der Bezirk Berlin-Mitte hat seine Anordnung an den Korea-Verband, die "Friedensstatue" bis zum 14. Oktober aus Moabit zu entfernen, vorläufig zurückgezogen. Der Bezirk hat damit auf einen Eilantrag des Korea-Verbands reagiert, der kurz zuvor beim Gericht eingegangen war.

Die Friedenstatue in Berlin-Moabit darf nun vorerst stehen bleiben. Diese Entscheidung dürfte besonders beim Korea-Verband Erleichterung ausgelöst haben.

Die Bronzeskulptur zeigt eine koreanische "Trostfrau", die mit geballten Fäusten auf einem Stuhl sitzt. Als "Trostfrauen" bezeichnete die japanische Regierung während des Zweiten Weltkriegs Frauen, die gezwungen wurden, sich für japanische Soldaten zu prostituieren. Ihre Zahl wird auf 200.000 geschätzt. Japan hat dieses Kriegsverbrechen zwar anerkannt, geht aber weltweit gegen Mahnmale vor, die daran erinnern.

Warum das Mahnmal weichen sollte und wie die Kundgebungen am 13. Oktober verliefen, berichtet Oliver Kranz.