Daniel Barenboim, musikalischer Leiter der Berliner Staatsoper, November 2000; © dpa/Klaus Franke
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Der Stichtag - 20. Jahrestag - Barenboim spielt unangekündigt Richard Wagner in Israel

Ein Beitrag von Axel Rowohlt

Heute vor 20 Jahren, am 7. Juli 2001, spielte die Staatskapelle Berlin unangekündigt Musik von Richard Wagner in Israel. Daniel Barenboim dirigierte bei einem Gastspiel als Zugabe zum regulären Programm die Ouvertüre zu "Tristan und Isolde" - ein Tabubruch.

Axel Rowohlt erinnert an den höchst umstrittenen Auftritt.

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Dirigent Daniel Barenboim, musikalischer Leiter der Berliner Staatsoper, 2000; © dpa/Bernd Settnik
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20 Jahre nach dem Barenboim-Eklat in Jerusalem - Koscher-Stempel für Richard Wagner?

Heute vor 20 Jahren dirigierte Daniel Barenboim in Israel Richard Wagners Vorspiel zu "Tristan und Isolde". Ein Tabubruch. Türen knallten einerseits, andererseits waren viele im Publikum begeistert. Er würde nie Musik dirigieren, die antisemitisch sei, so die Erklärung des Maestro. "Warum kümmert Euch Deutsche, dass die Israelis keinen Wagner spielen? Wollt Ihr Wagner einen Koscher-Stempel aufdrücken?" fragte der Weimarer Professor für Musikwissenschaften, Jascha Nemtsov. Wie sieht er Barenboims Konzert heute? Maria Ossowski berichtet.