Vaganten Bühne: Fliegende Eier von Sarajevo – mit Senita Huskić, Natalie Mukherjee; © Fabienne Dür
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Uraufführung - Vagantenbühne: "Fliegende Eier von Sarajewo"

Ein Beitrag von Barbara Behrendt

Im Juli 1995 wurden im bosnischen Srebrenica 8.000 muslimische Jungen und Männer von bosnisch-serbischen Milizen ermordet. Das Massaker gilt als eines der schlimmsten Kriegsverbrechen des letzten Jahrhunderts.

Das Schauspiel "Fliegende Eier von Sarajevo" erzählt von Senna und ihrer Familie, die während des Bosnienkrieges nach Deutschland kam. Es ist eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Bosnienkrieg und mit Fragen nach Herkunft und Identität.

Gestern Abend war Uraufführung und unsere Theaterkritikerin Barbara Behrendt war dabei.

Rezension

Vaganten Bühne: Fliegende Eier von Sarajevo – mit Senita Huskić, Natalie Mukherjee; © Fabienne Dür
Fabienne Dür

Vaganten Bühne - "Fliegende Eier von Sarajewo"

In Deutschland waren die 90er Jahre heile Welt: Millionen schauten "Der mit dem Wolf tanzt" im Kino oder feierten halbnackt bei der "Loveparade". Ganz anders sah es im damaligen Jugoslawien aus: Im Osten Europas tobte ein Krieg zwischen den Ethnien, der mit brutalen Massakern an der zivilen Bevölkerung einherging. Zum Beispiel das in Srebrenica vor 26 Jahren, im Juli 1995. 8.000 Bosniaken, hauptsächlich Jungen und Männer, wurden dabei ermordet. Im Gedenken an die Opfer zeigt die Vaganten Bühne die Uraufführung eines Stücks, das die Familiengeschichte eines bosnischen Flüchtlingsmädchens erzählt.

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