Deutsche Oper Berlin: "Siegfried" – mit Clay Hilley und Waldvogel; © Bernd Uhlig
rbbKultur
Bild: Bernd Uhlig Download (mp3, 7 MB)

Neuinszenierung in der Deutschen Oper - Premiere: "Der Ring des Nibelungen – Siegfried" von Richard Wagner

Eine Opernkritik von Kai Luehrs-Kaiser

Schon seit 1912 gilt die Deutsche Oper Berlin als "Winter-Bayreuth". Götz Friedrichs "RING"-Inszenierung war legendär und lief über 30 Jahre. In die lange Wagner-Tradition des Hauses reihen sich nun auch auch Opernregisseur Stefan Herheim und Dirigent Sir Donald Runnicles ein. Die ganze Tetralogie um Liebe und Verrat, Machtgier, falsche Götter und Gold ist bis Januar 2022 an der Deutschen Oper zu erleben und in der nächsten Woche live zu hören auf rbbKultur.

Gestern war die "Siegfried"-Premiere und unser Kritiker Kai Luehrs-Kaiser verrät uns, wie ihm die Neuinszenierung gefällt.

Mehr

Deutsche Oper Berlin: "Siegfried" – mit Clay Hilley und Waldvogel; © Bernd Uhlig
Bernd Uhlig

Deutsche Oper Berlin - "Der Ring des Nibelungen – Siegfried" von Richard Wagner

Dass mit dem letzten Puzzlestein, dem nachgereichten "Siegfried", alles wieder gut sein würde, war ein wohl doch zu frommer Wunsch. Immerhin: großer Jubel nach dem 1. Akt – für formidabel aufgelegte Sänger:innen, mit denen grundsätzlich sehr gut gearbeitet wurde. Das Flüchtlingskonzept dieses "Rings" dagegen wirkt nicht schlüssiger als zuvor; selbst dann nicht, wenn man zugesteht, dass Wagner selber – hier in Gestalt Mimes auch körperlich mitspielend – viele Jahre lang auf der Flucht vor Deutschland gewesen ist. So, fürchte ich, kriegt man die Flüchtlingsthematik nicht in den Blick.

Download (mp3, 7 MB)
Bewertung: