Rasend Langsam ... auf dem Weg zum Garten; © Jürgen Gressel
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Rasend Langsam - Unterwegs zum Garten

Schrebergärten oder Parzellen in Wochenendsiedlungen gibt es mehr als 70.000 allein in Berlin. Längst nicht genug für alle, die keinen Garten am Haus haben und trotzdem gerne in der Erde wühlen und das Jahr des Gärtners nicht nur literarisch genießen wollen.
 
Jürgen Gressel-Hichert hat seit zwei Jahren eine Parzelle und hält Rückschau auf ein auch im Garten merkwürdiges Jahr.

"Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los."

Aber bitte noch nicht gleich. Erstmal muss der Garten winterfest gemacht werden.

Ich setze mich mit Jacke, einer Decke und einem Tee in die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes und schaue dem Treiben im Garten zu. Die beiden Eichhörnchen jagen sich, horchen in den säuselnden Wind, vergraben Haselnüsse und Eicheln für die raue Zeit. Blätter fallen und bedecken den sommer-saftig-grünen Rasen. Sieht schön aus, wie er sich langsam zudeckt und mit roten, gelben und braunen Farbtupfern – die ganze Farbpalette des Herbstes liegt mir zu Füßen. Aber es hilft alles nichts: Der Rasen muss vom Blattwerk befreit werden. Sonst bilden sich Fäulnis-Bakterien und der vormals grüne Rasen wird braun.

Mein Garten im Herbst – das ist vor allem die Zeit der Veränderung. Der Garten scheint langsam Abschied zu nehmen von diesem Jahr. Und während der Garten schläft und sich dabei erholt, ist es Zeit, mal ein wenig um den Garten herum zu schauen.

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Rasend langsam © rbbKultur
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"Rasend langsam"

Ein Podcast von Jürgen Gressel-Hichert