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Bild: Harmonia Mundi

- Neue Aufnahmen: Marc-Antoine Charpentier - ein italienisches Reisetagebuch

Eine Kritik von Bernhard Schrammek

Französische und italienische Musiker standen sich in der Barockzeit nicht gerade freundlich gegenüber. Einer der wenigen französischen Komponisten, der sich bewusst für einen Studienaufenthalt in Italien entschlossen hat, war Marc-Antoine Charpentier. Drei Jahre lang hielt er sich in Rom auf und erfuhr dort viele italienische Anregungen für seine Musik.
Sébastian Daucé hat sich mit seinem Ensemble Correspondances auf die Spur von Charpentiers Italienreise begeben und dessen vierchörige Messe in Bezug zu möglichen italienischen Vorbildkompositionen gesetzt.

Bernhard Schrammek stellt das Album vor.

Bewertung: ★★★★

Marc-Antoine Charpentier: "Messe á quattre choeurs"
Ensemble Correspondances, Sébastian Daucé
Harmonia mundi France, 2019