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- Irina Antonowa, Moskaus "Hüterin der Beutekunst" ist gestorben

Ein Gespräch mit dem Osteuropa-Historiker Wolfgang Eichwede

Sie galt als "Hüterin der Beutekunst": Die Kunsthistorikerin Irina Antonowa leitete 52 Jahre lang das Moskauer Puschkin-Museum und machte sich einen Namen als resolute Hüterin jener Kunstschätze, die Sowjetsoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland brachten. Die "Beute" galt als Entschädigung für sowjetische Kriegsverluste durch die Nazis. Und dass ein russisches Gesetz die "verlagerten Kulturgüter" als Wiedergutmachung festschrieb, gehört zu Irina Antonowas Vermächtnis. Jetzt ist sie im Alter von 98 Jahren gestorben.

Eine Würdigung im Gespräch mit dem Osteuropa-Historiker Wolfgang Eichwede, der für Deutschland lange die Beutekunst-Verhandlungen führte.