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"Kulturköpfe" | Bettina Jahnke, Hans Otto Theater - "Alle sind glücklich, dass sie spielen, spielen, spielen dürfen!"

Nach Monaten des Verzichts geht die Theaterspielzeit am Hans Otto Theater wenigstens mit Open-Air-Vorstellungen zu Ende. Über Vorfreude und Nervosität an ihrem Haus sprechen wir mit der Intendantin Bettina Jahnke. Außerdem wollen wir wissen, wie ihre Pläne für die kommende Theatersaison aussehen und wie sie die Debatte um Machtmissbrauch an Theatern erlebt.

rbbKultur: Frau Jahnke, ist Theater nach der Pandemie noch Theater wie vor der Pandemie?

Jahnke: Das werden wir sehen. Wir haben am Donnerstagabend unsere erste Premiere nach 13 Monaten Schließzeit. Mal gucken, wie sich das anfühlt. In der Vorbereitungsphase ist für uns alles anders und neu und sehr merkwürdig, dass wir wieder spielen dürfen. Aber es herrscht große, große Freude.

rbbKultur: Was war in der Vorbereitungsphase das größte Hindernis, der größte Stolperstein?

Jahnke: Die größten Stolpersteine sind die Abstände. Theater hat ja eher etwas mit Nähe, mit anfassen, riechen, schmecken und fühlen live auf der Bühne zu tun. Und das Proben mit Abständen war für die Kolleginnen und Kollegen natürlich eine große Umstellung. Immer darauf zu achten, dass man safe ist, was ganz wichtig, aber backstage natürlich noch gefährlicher ist. Man kann alle Abstände einhalten und zum Schluss stehen drei Kollegen vorm Auftritt dicht beieinander …

rbbKultur: Theaterleute sind ein Völkchen, das oft wie eine Familie zusammenhaust. Das ging jetzt alles nicht. War die Atmosphäre eher bedrückend?

Jahnke: Es ging uns natürlich nicht anders als dem Rest der Gesellschaft. Es ist zum einen bedrückend, aber zum anderen waren die Kolleg*innen, die proben durften, immer froh (…) und glücklich, dass sie überhaupt wieder spielen dürfen, dass sie eine Probe machen dürfen, dass sie Texte aufsagen können, dass sie spielen, spielen, spielen dürfen!

rbbKultur: Gab es denn ein Echo vom Publikum? Haben die Leute sich beim Theater gemeldet, sich solidarisiert? Oder sind sie halt einfach weggeblieben, weil sie wegbleiben mussten?

Jahnke: Das war ganz unterschiedlich. Wir haben schöne Briefe und Mails bekommen, wir sind offen angesprochen worden auf der Straße: Wann kommt ihr wieder? Wir denken an Euch! Ich habe das als eine sehr treue und verschworene Gemeinschaft erlebt. Im Nachhinein hatte ich das Gefühl, dass man doch ein Stück zusammengerutscht ist, auch mit dem Publikum. Man ist gemeinsam durch eine Pandemie-Zeit gegangen, in der wir uns nicht sehen durften und die Sehnsucht groß war. Ich freue mich jetzt bombastisch, wenn es losgeht und man sich wiedersieht.

rbbKultur: Die letzte Premiere in Ihrem Haus, vor Beginn des langen Lockdowns im November, war die "Maria Stuart"-Aufführung, die ich sehr geschätzt habe. Kann ich darauf hoffen, dass sie auch in der nächsten Spielzeit auf dem Programm steht?

Jahnke: Auf alle Fälle. Es ist nur dreimal gelaufen: Es hat die Premiere erlebt, ist groß gefeiert worden - sowohl vom Publikum als auch von Presse - und dann: zack - Lockdown. Alles wird wiederholt, alles wird weitergespielt. Die "Maria Stuart" wird es in der nächsten Spielzeit wieder geben. Wir spielen jetzt aber bis zum Ende unseres Theatersommers, bis zur Theaterpause Mitte Juni, nur noch draußen.

rbbKultur: Es wird die Stücke "Genie und Verbrechen" im Gasometer und "Der Diener zweier Herren" auf der Sommerbühne am Tiefen See geben. Noch einmal zurück zu "Maria Stuart": Als ich mich bei der Premiere mit Ihrem Pressechef unterhalten habe und ihn fragte, ob man sich das Stück nun auch online angucken könne, antwortete er, dass dies zu teuer sei! Ist das eine naive Vorstellung, dass man ein Stück einfach online stellt und es dann läuft?

Jahnke: Die Sehgewohnheiten am Bildschirm sind schon ein bisschen gehobene Klasse. Wir machen Aufzeichnung für das Theater, für unseren Hausgebrauch: eine Kamera, Stand-by, zack, durch. Wenn Sie sich das als Zuschauer anschauen, langweilen Sie sich nach zehn Minuten, weil es halt nur eine Kameraeinstellung gibt. Jetzt haben wir Kontakt aufgenommen mit einem richtig professionellen Anbieter: mit drei Kameras und mit einem richtigen Ton-Equipment. Inzwischen wurde auch "Maria Stuart" aufgenommen. (…) Dieses Know-how haben wir als Theaterleute nicht.

rbbKultur: Die Pandemie hat viele von uns vor die Bildschirme getrieben, die Sehgewohnheiten haben sich verändert. Meinen Sie, Sie müssen jetzt anderes Theater bieten?

Jahnke: Ich glaube nicht. Die Sehnsucht, jetzt das Theater wieder live zu haben und wieder hautnah zu erleben, es sich wieder ans Herz zu holen, ist größer als das auf dem Bildschirm. Ich glaube an die Kraft des Theaters. Digital ist es letztendlich nur ein Ersatz, da bin ich persönlich total überzeugt von.

rbbKultur: Am 18. Juni werden Sie das Programm der kommenden Saison vorstellen. Können Sie uns schon ein Schmankerl verraten, auf das wir uns freuen können?

Jahnke: Wir werden die Eröffnungsinszenierung, die wir in der letzten Spielzeit nicht zeigen durften, in dieser Spielzeit zeigen. Deswegen kann ich das sagen: Wir eröffnen mit "Kaufmann von Venedig" von Shakespeare, im Moment ein sehr aktuelles, ein sehr genaues Stück, das diese Zeit doch sehr einfängt. Am 17. September folgt meine Premiere: "Das Imperium des Schönen" von Nis-Momme Stockmann.

rbbKultur: Wenn derzeit Menschen zusammenkommen, die Theater lieben und über das Theater sprechen, geht es vor allem um Machtmissbrauch, auch um sexuelle Übergriffe. Es gibt verschiedene Vorgänge, die gerade auch in unserer Gegend viel Staub aufgewirbelt haben: das unrühmliche Ende von Klaus Dörr an der Volksbühne und jetzt die Diskussionen um Shermin Langhoff am Maxim-Gorki-Theater. Sind die Strukturen am Theater so schrecklich, dass sie so etwas befördern?

Jahnke: Also erstmal: Es schockiert mich genauso, wie es Sie schockiert. Man denkt immer, dass wir aus dem Zeitalter doch eigentlich schon hinaus sind. Wir sind doch eigentlich schon ein Stück weiter. Aber man merkt, dass die Situation am Theater - aber nicht nur am Theater, man hört es auch aus den Medien, bei der Bild-Zeitung oder auch beim Sport – diese Übergriffe passieren überall dort, wo Menschen mit einer großen Leidenschaft, mit einer großen Energie ihren Beruf ausüben und sich sehr nackig machen müssen, weil die Grenze zwischen Beruf und Privatem sehr schwer zu ziehen ist. Und wo Menschen, die Macht haben, diese dann eben auch ausnutzen – seien es Karriereversprechen oder was auch immer - ist das Theater natürlich auch ein besonders gefährdeter Ort in dem Sinne, dass wenn man Kunst ausübt, seine Seele öffnet und sich als Schauspieler*in zur Verfügung stellt mit all seinem Sein. Da muss man jetzt ganz scharf die Grenze ziehen zwischen der Freiheit der Kunst - was auf der Probe passiert, ist frei - aber trotzdem müssen Respekt und Würde voreinander und miteinander eingehalten werden. Und das gilt es neu auszutarieren.

rbbKultur: Gibt es am Hans Otto Theater Sicherheitsgurte diesbezüglich?

Jahnke: Der wichtigste Sicherheitsgurt meiner Meinung nach ist das Vertrauen, sind flache Hierarchien. Oft ist es so, dass wenn Übergriffe passieren, passieren sie, wie man öfter hört, auf der Probe – und es sind viele andere auch mit dabei: Regieassistent*innen, Dramaturg*innen, manchmal auch andere Ensemblemitglieder. Diese Kultur des Schweigens, des Hinnehmens, weil: das ist halt so, der war schon immer so - das zu durchbrechen und den Mut und eine Anlaufstelle zu haben, ist auf alle Fälle eine Möglichkeit. (…)

Dass zumindest die Kolleg*innen sagen: Stopp, hier passiert ein Übergriff! Und dass sie wissen, sie können zu mir, zur Intendantin kommen. Sie können aber auch zu anderen unabhängigen Stellen kommen - im Haus aber auch außerhalb des Hauses. Zur Gleichstellungsbeauftragten der Stadt zum Beispiel oder zur Themis, der Vertrauensstelle. Das muss öffentlich ausgehangen werden. Das muss im Haus bekannt sein. Und dann muss man versuchen, ein Klima zu schaffen, in dem es nicht passiert - und wenn es passiert, dass es gemeldet wird, dass ich Anlaufstellen habe, dass mir geholfen wird.

rbbKultur: Weibliches Führungsverhalten ist ein anderes. Das haben Sie gesagt, als Sie in Potsdam angetreten sind. Wenn ich an Shermin Langhoff denke, habe ich ein dickes Fragezeichen …

Jahnke: Frauen sind auch nur Menschen, sag ich mal. Dass sie in der Kommunikation besser sind, finde ich nach wie vor. Dass ihnen nicht so viel am Status liegt. Da sind sie meine Meinung nach auch ein bisschen durchlässiger. Aber natürlich kann man das nicht verallgemeinern. Und ich möchte auch sagen, was beim Gorki Theater passiert ist, muss jetzt erst einmal innerhalb des Hauses aufgeklärt werden. Und natürlich hat es auch immer etwas mit dem Druck zu tun. Ich glaube nicht, dass Shermin Langhoff als Mensch so ist, sondern sie ist als Intendantin so, weil sie eben auch einem extremen Druck ausgesetzt ist - von unten wie von oben und von den Medien. Ich finde, das, was sie macht, ist nach wie vor einmalig. Und das ist schade.

Das soll es nicht entschuldigen, aber es zeigt einfach auch, dass man sich insgesamt in der Kulturlandschaft besser aufstellen muss. Wir brauchen mehr Geld. Wenn ich jetzt höre, dass der Kulturhaushalt in Zukunft aufgrund der Nachwirkungen der Pandemie sicherlich wieder gestrichen wird, wird es den Druck noch verschärfen. Wir müssen aufhören, die Kultur nach Fallzahlen, nach der Ökonomie zu bewerten. Wir müssen anfangen, der Kunst mehr Freiräume zu geben, mehr ausprobieren dürfen und vor allem müssen die prekären Arbeitsverhältnisse für die Künstler*innen verändert werden. Das sind die Stellschrauben, an denen die Politik gemeinsam mit den Intendant*innen, mit den Kulturleuten, durchaus drehen kann. Und da wird auch gedreht.

rbbKultur: Zu den prekären Arbeitsverhältnissen: In der DDR bekamen Schauspielerinnen und Schauspieler, zum Beispiel am Deutschen Theater, Verträge auf Lebenszeit, sie waren unkündbar. Das Haus hatte dann allerdings das Problem, dass es irgendwann keinen jugendlich Naiven, keinen jugendlichen Helden mehr gab… Was schwebt Ihnen vor, welche Ideen haben Sie?

Jahnke: Ich denke immer, zwischen Anstellung auf Lebenszeit und Anstellung für einen Jahresvertrag, der dann pro Jahr verlängert wird, gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Das geht damit los, dass man vielleicht den NV Bühne, das ist der Einjahresvertrag, der dann im gegenseitigen Einverständnis verlängert wird, vielleicht wenigstens auf zwei oder drei Jahre verlängert. Dass man auch als Schauspieler*in eine Perspektive hat. Und dass beim Intendantenwechsel, der Intendant oder die Intendantin ohne Angabe von künstlerischen Gründen mit seinem Team neu kommen kann. Das muss möglich sein, aber nicht das ganze Haus kündigen, sondern dass man vielleicht Prozente festsetzt und sagt, dass eben 25 Prozent der Festangestellten bleiben müssen, die schon im Ensemble sind. 25 Prozent kann er/sie neu mitbringen.

Man muss Regelungen finden, die das ein bisschen weicher machen; dass man sich entgegenkommt zwischen nicht verändern und gleichzeitig verändern. Das muss das oberste Gebot sein. Die Freiheit der Kunst ist ein wertvolles Gut und jeder Regisseur, jede Regisseurin und auch jede/r Intendant*in wird darauf drängen, dass die künstlerischen Visionen auch umgesetzt werden.

rbbKultur: Als ich Sie damals, nach Ihrem Antritt am Hans Otto Theater, gefragt habe, warum Sie - als gebürtgige Wismarerin - denn nach Potsdam kommen, haben Sie gesagt: "Am Potsdamer Hauptbahnhof rieche ich den Osten." - Das war ein Versprechen für Sie. Hat sich dieses Versprechen eingelöst?

Jahnke: Ja, obwohl ich gestehen muss, dass Potsdam die westdeutscheste Stadt im Osten ist. Das habe ich neulich irgendwo gelesen und dachte, das stimmt. Man muss in Potsdam schon ein bisschen suchen, bis man einen gebürtigen Potsdamer findet. Das war mir neu, das hätte ich nicht gedacht. Aber ich finde, auf der anderen Seite ist es eine sehr assimilierte Stadt, die aber auch gut streiten kann - genau an dieser Front zwischen Ost und West.

rbbKultur: Wie ist denn die Bedeutung des Theaters in Potsdam einzuschätzen? Ich beobachte das schon seit Jahrzehnten und habe immer gesagt: ihr macht da einen Fehler, den ich bei Ihnen zum Glück noch nicht entdeckt habe. Ihr schielt immer auf das Publikum in Berlin. Ihr wollt, dass die Berliner*innen nach Potsdam kommen, ihr spielt nicht für die Potsdamer*innen. Das haben Sie offenbar geändert.

Jahnke: Ja, auf alle Fälle. Ich finde, ein Theater muss für die Stadt, für das Publikum vor Ort spielen. Das ist die ganz große Kunst. Das ist auch weitaus schwieriger, weil man genau in diese Lücke rein muss, weil die theateraffinen Leute, die Verrückten, die zieht es nach Berlin. Die gehen dann halt in die großen Häuser.

Wir müssen etwas finden, das wirklich Potsdam-spezifisch ist. Dass wir zum Beispiel eine Uraufführung gemacht haben mit Julia Schoch, einer Potsdamer Autorin, die ein Stück für uns geschrieben hat zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Dass man sich bestimmte Themen nochmal rauspickt und sagt: das ist etwas, was typisch Potsdam ist.

"Wir sind auch nur ein Volk" nach den Drehbüchern von Jurek Becker haben wir zum Beispiel gemacht oder "89/90" nach dem Roman von Peter Richter - das sind Stoffe, die uns dann interessieren, weil sie auch indirekt in Potsdam sitzen. Und dann auf der anderen Seite den direkten Kontakt zum Publikum zu suchen, viele Nachgespräche zu führen und parallel auch ein offenes Haus zu haben, wo man anfängt - nach anderthalb Jahren Unterbrechung durch die Corona-Zeit - unser Publikum immer besser kennenzulernen. Das ist ein sehr kritisches Publikum, ein sehr reges und sehr freundliches – wobei man den Brandenburgern ja nachsagt, sie wären das nicht. Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. (lacht)

rbbKultur: Sie haben auch eine offene Arbeitsgruppe zum Thema Klimawandel und Theater gegründet. Wie ist das Echo der Potsdamerinnen und Potsdamer?

Jahnke: Es gab nur eine Gründungsversammlung – und dann kam die Pandemie. Über den Sommer hin wird es nochmal sechs Veranstaltungen auf dem Gelände der Schiffbauergasse geben, wo internationale Gäste eingeladen werden. Mit Beginn der neuen Spielzeit werden wir das dann fortsetzen. Es wird eine Inszenierung von Frank Abt im Spielplan geben: "Good. Better. Greta", die sich mit dem Phänomen Greta auseinandersetzen wird, eine Stückentwicklung zusammen mit den Schauspieler*innen und der Fridays for Future-Bewegung.

Wir schwärmen aus und wollen so viel wie möglich so aus dem Potsdamer Klima - im wahrsten Sinne des Wortes - mitnehmen. Wir haben ja die Experten vor Ort.

rbbKultur: Ihre Kollegin Karin Beier, Intendantin am Hamburger Schauspielhaus, hat in einem Interview gesagt – Zitat: "Wenn Sie ein Theater leiten, müssen Sie gut verdrängen können. Sonst schlafen Sie nicht mehr." - Sind Sie als Intendantin des Hans-Otto-Theaters damit einverstanden?

Jahnke: Nein, "verdrängen" ist ein doofes Wort dafür. Ich würde eher sagen: delegieren können, transparent machen, miteinander reden, auf viele Schultern verteilen. Die Probleme sind da, um sie zu lösen und nicht, um sie zu verdrängen. Da kommen die alle immer wieder!

Das Gespräch führte Peter Claus, rbbKultur. Es handelt sich um eine gekürzte und redigierte Fassung. Das ganze Gespräch können Sie als Audio nachhören.

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