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Sprachglosse von Vera Block - Veras Wörter: "Selbstwirksamkeit"

Worte sind nicht Schall und Rauch, das ist gerade in den heutigen Zeiten immer wieder klar. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und auf seine Richtigkeit hin überprüft. Das kann anstrengend sein, es kann aber auch zu neuen Erkenntnissen führen. Unsere Reporterin Vera Block liebt es, über Sinn und Unsinn von Wörtern nachzudenken. Ihr heutiger Favorit: "Selbstwirksamkeit".

Manchmal kann ich mich über einzelne Wörter aufregen. Zum Beispiel Selbstwirksamkeit. Selbstbeherrschung, Selbstzweifel, Selbstbefriedigung – das kennt man. Aber was soll man noch an sich selbst bitte bewirken, was nicht mit den genannten drei Tätigkeiten auch erledigt wäre?!

Die Suchmaschine antwortet: Selbstwirksamkeit ist gut, um voranzukommen. Das merkwürdige Wort beschreibt das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen. Wo also die Oma früher sagte: Glaube an dich, sagt heute der Coach: Arbeite an deiner Selbstwirksamkeit. Selbst wenn der Begriff absurd ist. Eine uninspirierte eins zu eins Lehnübersetzung aus dem Englischen. Und völliger Quatsch. Denn ein Medikament oder ein Werkzeug können wirksam sein. Ein Mensch kann bestenfalls selbst etwas bewirken.

Selbst mit dem sperrigen Namen ist die Selbstwirksamkeit gerade drauf und dran, den Platz zu erobern, den die Achtsamkeit der Resilienz und diese wiederum der Entschleunigung mühsam abgerungen haben. Der neue Hype ist aber anders als die Vorgänger. Bislang ging es darum, ruhiger zu werden, Widerstandskräfte zu stärken und bewusster zu handeln. Alles, damit wir im Alltag, vor allem im Arbeitsalltag, weniger überfordert sind. Scheint aber nicht so gut funktioniert zu haben. Sonst gäbe es ja keinen neuen Wunderpsychotrend. Aber so, wie die Selbstwirksamkeit zurzeit Webinare und Ratgeber erobert, müssen wir gerade überforderter sein als je zuvor. Denn der Trick der Selbstwirksamkeit besteht darin, einem die Zuversicht zu geben, überhaupt etwas aus eigener Kraft schaffen zu können.

Bemerkenswert, dass die Selbstwirksamkeit mitten in der Corona-Zeit als Heilsbringer in den Fokus geriet. Als Einschränkungen unser Leben bestimmten und wir kaum etwas aktiv tun konnten. Außer selbst kochen und Selbsttests machen. Da mag die Beschäftigung mit dem eigenen Wirkungsfeld für Abwechslung sorgen. Trotz des verqueren Namens.

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