Josquin and the Franco-Flemish School © Warner
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Neue Aufnahmen - Josquin und die Franco-Flämische Schule

Eine Kritik von Bernhard Schrammek

Ende August gibt es für alle Freunde der Renaissancemusik ein großes Jubiläum zu feiern: den 500. Todestag von Josquin des Préz. Viele Ensembles, Festivals, aber auch Plattenlabels bereiten sich mit entsprechenden Programmen darauf vor, um diesen herausragenden Komponisten aus der Zeit um 1500 wieder neu ins Bewusstsein zu bringen.

In diesem Zusammenhang ist auch eine mit 34 CDs prall gefüllte Box unter dem Titel "Josquin und die Frankoflämische Schule" erschienen. Erhofft man sich davon neuere Aufnahmen oder gar eine Gesamtschau über Josquins Werke, wird man freilich enttäuscht. Es handelt sich um Produktionen aus den Jahren 1965 bis 2000, enthalten sind gerade einmal 3 der 18 Messen Josquins sowie ein knappes Drittel seiner Motetten. Zwar lassen sich einige kostbare alte Aufnahmen wiederhören, dennoch ist es eine vertane Chance, die so lebendige Aufführungspraxis der vergangenen 20 Jahre komplett zu ignorieren.

Bernhard Schrammek stellt das Album vor.