Anna Narinskaya © imago images/ITAR-TASS
rbbKultur
Bild: imago images/ITAR-TASS

Die Kuratorin und Journalistin Anna Narinskaya ist in Berlin im Exil - Was ist mit dem kritischen russischen Kulturjournalismus?

Ein Beitrag von Michael Meyer

Der Krieg gegen die Ukraine hat nicht nur Folgen für die Menschen in den umkämpften Gebieten, sondern auch in Russland selbst. Seit Jahren schon wird die Repression in Russland immer stärker, im März sind die letzten unabhängigen Stimmen in Russlands Medienlandschaft verstummt, etwa der Sender "TV Doschd" oder die Zeitung "Nowaja Gaseta". Nach dem Verbot arbeitete die Redaktion der "Nowaja Gaseta" zwar im Exil weiter, diese Woche hat die russische Regierung allerdings auch deren Online-Ausgabe blockiert.

Eine der Kolumnistinnen, die für die Zeitung schrieben, ist die Russin Anna Narinskaya. Sie ist Kuratorin und Literaturkritikerin und hat in der Vergangenheit eine Reihe von Kunst- Projekten realisiert, wie etwa die Ausstellung "The Last Address" über Menschen, die in der Sowjet-Zeit Opfer des stalinistischen Terrors wurden. Nun musste sie aus Moskau nach Berlin fliehen und hält sich auf unbestimmte Zeit hier auf.

Michael Meyer hat Anna Narinskaya getroffen und sich mit ihr über die Stimmung unter russischen Kulturschaffenden unterhalten.