1 zu 1 Konzert an der Bwerlinewr East Side Gallery © 1:1 Concerts Berlin/Astis Krause
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Die Debatte mit Natascha Freundel, Franziska Ritter und Christoph Backes - Kultur im Lockdown 2020 - Kreativ überleben?

Franziska Ritter: "Wer, wenn nicht die Kultur, wird die Fähigkeit haben, wie Phönix aus der Asche aus dieser Krise zu kommen?"

Wird der Lockdown zum Knockdown für die Kreativbranche? Es kommt jetzt darauf an, neue Formate für ein neues Publikum zu entwickeln und althergebrachte Strukturen zu reformieren, meinen Franziska Ritter und Christoph Backes. Vielleicht war die Aufmerksamkeit für die Kultur nie so groß wie heute. Die staatliche Hand, aber auch jede:r Einzelne kann die Kultur- und Kreativwirtschaft fördern.

Die ganze Weltwirtschaft ist beschädigt. Warum sollte die Kultur davon ausgenommen seien? Und deswegen ist es wichtig, jetzt darüber nachzudenken: Was können wir als Einzelne tun? Was können wir als Gesellschaft tun, um den Schaden minimal zu halten und ihn nicht nachhaltig werden zu lassen?

Franziska Ritter

Geld für die Kultur- und Kreativwirtschaft ist gut investiertes staatliches Geld, weil sie nicht nur Arbeit schafft, sondern auch Sinn.

Christoph Backes
Christoph Backes (© Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes/William Veder) und Franziska Ritter (© Astis Krause)
Bild: Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes/William Veder | Astis Krause

Gäste

Franziska Ritter ist Szenografin und Mitgründerin des Studiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin. 2019 erfand sie mit Christian Siegmund und Stephanie Winker die 1:1 CONCERTS© für das thüringische Kammermusikfestival im Kloster Volkenroda. Seit Frühjahr 2020 verändert das Format die klassische Musikszene nachhaltig. Ritter studierte Architektur an der TU Berlin sowie Film und Fotografie an der University of North London. Sie ist Beauftragte für Digitalität und Neue Technologien der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft und leitet mit Pablo Dornhege das Projekt "Im/material Theatre Spaces". Zur Zeit promoviert sie im DFG-Projekt "Theaterbauwissen" zum Thema Architekturfotografie im Fach Kunstgeschichte an der TU Berlin.

1:1 CONCERTS© sind das einfachste aller Konzertformate: Etablierte klassische Konzertrituale werden hier neu definiert, denn es begegnen sich an einem außergewöhnlichen Ort 1 Musiker*in und 1 Hörer*in für 10 Minuten Musik. Die von den Konzertbesucher*innen erbetenen freiwilligen Spenden fließen in den Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung. 1:1 CONCERTS haben sich zu einem international erfolgreichen Format entwickelt. In Berlin arbeiten sie mit dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester zusammen, in Brandenburg sind verschiedene 1:1 CONCERTS für das Frühjahr 2021 geplant.

Christoph Backes ist Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des u-institut. Seit 2008 berät er die Initiative Kultur-und Kreativwirtschaft der Bundesregierung. Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Sylvia Hustedt initiierte er 2010 die Auszeichnung "Kultur- und Kreativpiloten Deutschland", die jährlich von der Bundesregierung verliehen wird. 2015 übernahm das u-institut unter Leitung von Christoph Backes die Trägerschaft des Kompetenzzentrums Kultur-und Kreativwirtschaft des Bundes. Christoph Backes ist Wirtschaftswissenschaftler, Unternehmensberater und Theaterschauspieler.

Das u-institut entwickelt Strategien, fördert Potenziale und baut Brücken zwischen unterschiedlichsten Akteur*innen und Organisationen. Für das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes übernahm das u-institut die Projektträgerschaft, dessen Aufgabe es ist, die Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar zu machen, ihre disziplinübergreifenden Potenziale für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu vermitteln und gemeinsam mit den Akteur*innen Lösungsansätze für branchenbetreffende Herausforderungen zu entwickeln.

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