Podcast | Der zweite Gedanke © rbbKultur
Bild: rbbKultur

Die Debatte mit Natascha Freundel und Gästen - Der zweite Gedanke

Call for Ideas – Wählen Sie die wichtigsten Fragen für 2021 aus oder schlagen Sie selbst ein Thema vor!

Das vergangene Jahr hat klar gemacht, wie fragil unsere Welt ist. Die Corona-Pandemie zeigt wie unter einem Brennglas, worüber gesprochen und neu nachgedacht werden sollte – sei es die Digitalisierung aller Lebensbereiche, nicht zuletzt der Bildung; sei es die Zukunft der Innenstädte oder die soziale Absicherung von Kulturschaffenden. Über diese Themen haben wir hier schon gesprochen. Jetzt wollen wir von Ihnen wissen: Welche Themen stehen 2021 an? Worüber müssen wir reden?

Stimmen Sie hier ab oder schreiben Sie uns Ihre Vorschläge! Oder rufen Sie direkt in der Sendung an, heute Abend von 19 bis 20 Uhr im Radio auf rbbKultur: 030/30 20 00 40.

Podcast | Der zweite Gedanke © rbbKultur

Ab dem 14.01. bei Apple Podcast - Podcast | Der zweite Gedanke

Hier wird nicht nur debattiert, hier wird auch zusammen nachgedacht. Über alles, was unser Miteinander betrifft. Bildung, Digitalisierung, Demokratie, Einsamkeit, Freiheit, Klima, Kultur, Städtebau, Visionen - die Themen liegen in der Luft, nicht erst, aber besonders deutlich seit der Corona-Pandemie. Jede Folge widmet sich einer Frage unserer Zeit. rbbKultur-Redakteurin Natascha Freundel spricht jeweils mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch, aber nie abgehoben. Persönlich, aber nicht privat. Kritisch und konstruktiv. Hier soll es nicht knallen, sondern knistern. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

Worüber wir nachdenken sollten, wenn wir an das Ende dieser Pandemie gelangt sind: über die Ohnmacht, die wir empfunden haben, und über den Verlust von Freiheit. Werden wir durch diese Ohnmachtserfahrungen reifer, klüger, sozialer? Oder werden Sie an uns vorüberziehen wie ein langer böser Alptraum?

Katja Lange-Müller, Schrifstellerin

In diesem Jahr finde ich das Thema des Austausches zwischen den Generationen, insbesondere in der Frauenbewegung, sehr spannend. Die Jungen wollen wissen, wie die Frauen in den 80er und 90er Jahren gedacht und gehandelt haben, und wir Älteren interessieren uns dafür, welche Themen und Strategien für die heutigen Aktivist:innen ganz wichtig sind. So können wir dann gemeinsam den Kampf für eine bessere Gesellschaft in Angriff nehmen.

Katharina Oguntoye, Historikerin und Projektmanagerin

Seit über drei Jahren setzen wir uns ein für die Freilassung von Osman Kavala, der im Hochsicherheitsgefängnis Silivri in der Türkei einsitzt. Osman Kavala steht für viele andere Menschenrechtsverteidiger:innen in Ländern Europas und der ganzen Welt, die von repressiven Regimen bedroht und bedrängt werden. Angesichts der Covid-19-Pandemie erleben wir eine Verschlechterung der Menschenrechtslage weltweit. Fliehenden Menschen in Europa werden fundamentale Menschenrechte versagt. Das Thema Menschenrechte wird gänzlich zum Nebenthema.

Shermin Langhoff, Intendantin Gorki-Theater

„In den letzten Monaten der Pandemie haben wir viel über epidemologische und wirtschaftliche Fragen gesprochen. Zu 2021 muss es nun um die soziale Frage gehen. Wie heilen wir die massiven Ungleichheiten, die zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgetreten sind? Oder zwischen Schülerinnen und Schülern aus materiell gut und schlecht gestellten Elternhäusern? Wie helfen wir jungen Müttern, wieder auf die Spur zu kommen, um ihre Vorhaben verwirklichen zu können? Es geht um soziale Innovationen. Um den Kitt unserer Gesellschaft, um das Vertrauen auch in Fremde.

Jutta Allmendiger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Kommentarfunktion zum Kommentieren von Beiträgen.