Punkerin
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- Die Punker und die Oma

"Solche, wie ihr seid, da hab' ich keine Angst vor."
Von Rosvita Krausz

Ist ja nicht nur die Ausnutzertour eventuell, sondern ich meine, die ist ja auch arm dran, hat ja auch nicht viel Knete. Insofern finde ich das ganz korrekt, wenn man sich ein bisschen um sie kümmert. Ab und zu mal rübergeht, finde ich geil.

Andrej


Frau Wegmann, halb taub, halb blind und ein bisschen verkalkt, führt ein einsames Witwenleben. Die Tochter lässt sich selten blicken, der Sohn kommt nur, um ihre Alkoholvorräte zu dezimieren.

Gegenüber wohnen Punker. Ihr martialisches Aussehen, ihre laute Musik stören sie nicht. Wenn Andrej oder Niete ihre "Sozi" versoffen haben, schauen sie bei Oma Wegmann rein, ertragen ihre wirren Geschichten, hängen ihre Wäsche auf, hacken ihr Holz und trinken ihr Bier.

Drei Menschen, in deren Leben Freundlichkeit selten ist. Die Punker als artige Enkel und Frau Wegmann als gebrechliche Großmutter sind einander Familienersatz. Ein bizarres Gespann, das in komischen Dialogen Überlebenstricks austauscht.

Regie: Barbara Entrup
Produktion: SFB 1988