Schriftsteller Dogan Akhanl
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Ich flüchte mich ins Schreiben - Der türkische Schriftsteller Doğan Akhanlı

Vier Mal wurde Doğan Akhanlı in den 1980er Jahren verhaftet und im türkischen Gefängnis schwer gefoltert. Er verfasste den ersten Roman über den Genozid an den Armeniern. Dieser Völkermord ist bis heute ein Tabu in der Türkei.

Vier Mal wurde Doğan Akhanlı in den 1980er Jahren verhaftet und im türkischen Gefängnis schwer gefoltert. Mit dem ins Deutsche übersetzten Buch "Die Richter des Jüngsten Gerichts" verfasste der Schriftsteller den ersten Roman über den Genozid an den Armeniern im Jahr 1915. Der Völkermord ist bis heute ein Tabu in der Türkei. Akhanlı floh mit seiner Familie nach Deutschland.

Im Exil schreibt er, um sich seiner Geschichte zu stellen und Heilung zu finden. Der Regisseur und Freund Fatih Akin sagt über den mehrfach ausgezeichneten Schriftsteller und Menschenrechtler, er sei ein Vaterlandsverräter und ein Machtverächter, also ein guter Mensch.

Von Birgit Morgenrath

Regie: Maria Schüller
Produktion: Dlf 2018