Melinda Nadj Abonji waehrend einer Lesung im Rahmen des Literaturfests Lit.Cologne, 2011; © dpa/Anke Fleig
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- Was der Balkan-Krieg mit uns gemacht hat

Eine Begegnung mit Schriftstellern aus Serbien

Vor 20 Jahren ging der Balkankrieg zu Ende. In Westeuropa ist er längst kein Thema mehr. Doch für die Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien wirken die Folgen des Krieges bis heute nach.

In der Vojvodina, im heutigen Serbien, treffen wir Zoltan Danyi. In seinem Roman "Der Kadaverräumer" gelingt es ihm wie kaum einem anderen Schriftsteller seiner Generation, die Traumata des Krieges einzufangen.

Melinda Nadj Abonji lebt in Zürich. Auch sie stammt aus der Vojvodina. Mitte der Siebzigerjahre emigrierte sie mit ihrer Familie in die Schweiz. In ihrem mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichneten Roman "Tauben fliegen auf" beleuchtet sie die Kriegsjahre und deren Folgen auf diejenigen, die den Zerfall ihrer Heimat aus dem Exil erlebten.

Von Shenja von Mannstein

Regie: Gabriela Hermer
Produktion: rbb 2019
- Ursendung -

Rezension

Zoltán Danyi: Der Kadaverräumer © Suhrkamp Verlag
Suhrkamp Verlag

Roman - Zoltán Danyi: "Der Kadaverräumer"

In seinem ersten Roman erzählt Zoltán Danyi über die Nachwirkungen des Balkankrieges. Im Roman stößt ein Räumkommando an der ungarisch-serbischen Grenze auf einen Haufen toter Tierkadaver, erschossen von Grenzsoldaten. Eine Rezension von Jörg Magenau.

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