Gustaf Gründgens, deutscher Schauspieler, Regisseur und Intendant; © dpa/Keystone
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Zum 120. Geburtstag von Gustaf Gründgens - Denn wer ertrüg' des Mächtgen Druck?

Als "Mephisto" ist er im Gedächtnis geblieben. Gründgens avancierte vom Provinzdarsteller zum Generalintendanten der Preußischen Staatsschauspiele im Dritten Reich. Nach Kriegsende wurde er Theaterleiter in Düsseldorf und Hamburg.

In seinem "Roman einer Karriere" schildert Klaus Mann den Aufstieg eines skrupellosen Opportunisten vom kleinbürgerlichen ehrgeizigen Salonbolschewisten Mitte der 1920er Jahre zum zynischen Vorzeigestar der Nazis. Und jeder weiß, wer Klaus Mann als Vorbild gedient hat: Gustaf Gründgens. Die Romanfigur Hendrik Höfgen überlagert noch heute unser Bild des Schauspielers Gründgens.

Mit historischen Tondokumenten zeichnet das Feature den widerspruchsvollen Weg des Künstlers nach, der vom Provinzdarsteller in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg zum Generalintendanten der Preußischen Staatsschauspiele im Dritten Reich avancierte trotz der persönlichen Gefährdung wegen seiner Homosexualität.

Wenige Jahre nach Kriegsende wurde er als Theaterleiter nach Düsseldorf und schließlich nach Hamburg berufen. Bis zu seinem Tode war Gründgens der führende Repräsentant der Adenauer-Ära auf dem Gebiet des Theaters.

Von Thomas Blubacher

Regie: Aldo Gardini und Thomas Blubacher
Produktion: SR DRS/MDR/ORF 1999

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Die Theater- und Filmschauspielerin Marianne Hoppe; © dpa/Istvan Bajzat
dpa/Istvan Bajzat

Eine Hommage an Marianne Hoppe - Die eiserne Königin

Vor 110 Jahren in der Prignitz geboren, wurde Marianne Hoppe im Film und im Preußischen Staatsschauspiel der Nazi-Zeit neben Gustaf Gründgens ein Star. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verkörperte sie einen neuen Frauentyp – "das modernste Mädchentum" – und war zugleich kongeniale Interpretin von Heiner Müller, Robert Wilson und Thomas Bernhard.

Claudia Lenssen lässt Hoppes Werdegang Revue passieren.

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