Besucherin in der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock; © dpa/Bernd Wüstneck
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Aus moralischen Gründen geschlossen - Das Ende der Staatssicherheit in Rostock

   

Es ist der Abend des 4. Dezember 1989, als Rostocker Bürgerrechtler zum ersten Mal eine Stasi-Zentrale besetzen. Es arbeiten noch 400 Mitarbeiter in dem Gebäude. Die Mauer ist zwar seit vier Wochen offen, trotzdem arbeitet die Staatssicherheit – der Geheimdienst der DDR – unbeirrt weiter. Die Bürgerrechtler wollen die Stasi-Zentrale auflösen.

Bald heißt es, zehn Ausgewählte dürften rein, Verhandlungen mit den Oberen führen. Mit dabei ist Dietlind Glüer, eine Kirchenmitarbeiterin. Sie und ihre Mitstreiter setzen durch, dass alle Räume versiegelt werden und die noch im Gebäude arbeitenden Stasi-Mitarbeiter das Gelände verlassen. Begleitet von der johlenden Menge vor dem Haupteingang.

Von Nathalie Nad-Abonji

Regie: Thomas Wolfertz
Produktion: NDR/WDR 2019
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