Station 17; © Thomas Liehr
Thomas Liehr
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- Die Pop-Inklusion

Die Band "Station 17" wird 30

Es gab Widerstände von unterschiedlicher Seite. Teilweise war es die berechtigte Sorge, manchmal auch von Angehörigen oder Eltern, die einfach nur an dieses Heim- und Unterbringungsparadigma gewöhnt waren und sagten, was passiert da jetzt, kommt es nicht zur Überforderung?

Hanns Stephan Haas, Direktor der Evangelischen Stiftung Alsterdorf

"Direkt von der Anstalt auf die Bühne" und "die schrägste Truppe vom Hamburger Hinterhof" lauteten einige Schlagzeilen, als das inklusive Bandprojekt "Station 17" in den Neunzigerjahren erstmals für Furore sorgte.

Die Band wurde 1989 innerhalb einer Wohngruppe auf Station 17 der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gegründet. Es war ein erstaunlicher Entwicklungsweg: vom freizeitpädagogischen Angebot zum Vorzeigeprojekt für die Inklusion und zu einer anerkannten Größe des Independent Rock.

Eine beeindruckende Zahl von Kooperationen mit Stars der deutschen Musikszene kam dazu. Im Januar 2019 veranstaltete "Station 17" zusammen mit Gastmusikern wie "Fettes Brot", Michael Rother und Andreas Dorau in Hamburg ein großes Gala-Konzert.

Joachim Palutzki begleitet die Band und erzählt zugleich die Geschichte der Stiftung Alsterdorf, eine der ältesten und größten Einrichtungen der stationären Versorgung von Menschen mit geistigen Behinderungen in Deutschland.

Von Joachim Palutzki

Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2019