Historische Ölmühle von Dörnthal © Hendrik Schmidt/dpa
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Wie ein Motiv von Caspar David Friedrich - Die Dörnthaler Leinöl-Müllerin

3.000 Liter Leinöl produziert die Fachwerk-Mühle, die seit 1650 besteht, pro Tag. Von den damals elf Mühlen ist einzig sie übriggeblieben, mittlerweile denkmalgeschützt. Christl Braun hat die Mühle, im erzgebirgischen Dörnthal gelegen, in Familientradition übernommen.

Im erzgebirgischen Dörnthal, an der Silberstraße gelegen, klappert eine Fachwerk-Mühle am rauschenden Bach, mindestens seit 1650, wie eine Urkunde belegt. Von den damals elf Mühlen ist sie die einzig übrig gebliebene, steht längst unter Denkmalschutz und ist dennoch kein Museum. Die Mühle klappert im Dreischichtsystem. Zehn Tonnen Saat, das bedeutet 3.000 Liter Leinöl. Pro Tag!

Christl Braun hat die Mühle von ihrem Vater übernommen. Als die Eltern 1984 früh starben, musste sie sich als junge Frau der Familientradition stellen und die Verantwortung für zehn Mitarbeiter übernehmen. Sie schaffte es und entwickelte eine Begeisterung für den Beruf, die ihr auch heute noch deutlich anzumerken ist. Sie konzentrierte sich auf die alte erzgebirgische Tradition der Herstellung von kalt gepresstem Leinöl für die regionale Spezialität Quark mit Leinöl.

Getreu dem Motto:
Ißt Du's mit dankbar frohem Mut,
wird alles kranke sogar gut.
Drum ochte drauf in deinem Haus,
dass Quork un Leinöl geht nie aus!

Von Matthias Körner

Regie: Andre Lüer
Produktion: MDR 2020
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