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- Bürgermeisteramt aus Leidenschaft

Bürgermeister werden oft angefeindet und auch verklagt. Und doch ist es ein Amt, das viele Menschen voller Enthusiasmus, oft ehrenamtlich, ausüben. Was ist ihre Motivation sich für die Gesellschaft zu engagieren?

Da bin ich vielleicht ganz altmodisch, wenn ich Bismarck zitiere, der da gesagt hat: Der Mensch ist nicht in der Welt, um glücklich zu sein, sondern um seine Pflicht zu tun. Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern, was Du beitragen kannst für’s Allgemeinwohl.

Christoph Schulze, Bürgermeister von Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt)

Verglichen mit dem Bild des dickbäuchigen Ortsvorstehers, der Schützenfeste eröffnet oder den Startschuss zu Pferderennen gibt, sieht die heutige Realität eher prosaisch aus. Bürgermeister werden oft für Dinge haftbar gemacht, für die sie keine Entscheidungsbefugnis haben. Sie verwalten Beschlüsse anderer, müssen schwer verständliche Gesetzesvorlagen vertreten und werden dafür angefeindet und oft auch verklagt. Und doch ist es ein Amt, das viele Menschen voller Enthusiasmus ausüben. Wie Franziska Hildebrandt. Sie ist ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinden Klettbach und Schellroda bei Weimar.

Über die Plattform "Junge Bürgermeisterinnen" suchen die Oberhäupter der Städte und Gemeinden das Gespräch mit der Bundesregierung, um die Arbeitsbedingungen in den Kommunen zu verändern. Sie plädieren für eine höhere Wertschätzung ihres Engagements und für handlungsfähige Kommunen. "Damit die Menschen erleben, dass sie selbst - ihre Sorgen und Interessen - Teil demokratischer Entscheidungen sind."

Von Judith Burger
Regie: Kathrin Aehnlich
Produktion: MDR 2020
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