Alois Ziegenfuss; Foto: Privat
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Die Kirche und die deutsche Kolonialherrschaft in Namibia - Ein Totenschädel und kein Ende

Helmut Rücker, Gerhard Ziegenfuß: "Ein Schädel aus Namibia" (Anno Verlag) – Die Versuche der Rückführung werden in diesem Buch geschildert.

Der Missionar Alois Ziegenfuß schickte 1913 einen Totenschädel aus Namibia an seine Familie nach Thüringen. Wahrscheinlich stammte der Schädel von den Herero oder Nama ab, die dem Völkermord durch die deutschen Siedler zum Opfer fielen. Alois Ziegenfuß' Großneffe, der pensionierte Studienrat Gerhard Ziegenfuß, kämpfte Jahrzehnte lang für die Restitution des Schädels.

Endlich, 2018, hat er sein Ziel erreicht. Doch zu viele Fragen standen noch offen. Welche Rolle spielten die deutschen Missionare während des Aufstands der Herero- und Nama-Ethnien? Welche Rolle spielte sein Großonkel dabei?

Von Bernhard Pfletschinger

Regie: Antje Vowinckel
Produktion: rbb/WDR 2015/2020
– Ursendung –

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