Payakha-Ölfelder in der russischen Arktis © imago images / ITAR-TASS
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Jeder will der Erste sein - Polarfieber

Über die Jagd nach den Ressourcen der Arktis. Dort werden große Öl- und Gasvorräte und Vorkommen von Seltenen Erden vermutet, neue Seewege öffnen sich. Durch den Klimawandel entsteht ein neuer Wirtschaftsraum mit dramatischen Folgen für die Natur und indigene Völker.

Nirgends erwärmt sich die Erde so schnell wie an den Polen. Das Eis verschwindet und legt Bodenschätze frei. Neue Seewege öffnen sich. Ein gigantischer Wirtschaftsraum erwacht. Das Wettrennen um die Erschließung der Arktis ist eröffnet. In der Arktis wird rund ein Viertel der Öl- und Gasvorräte der Welt vermutet, dazu kommen riesige Vorkommen an Seltenen Erden und anderen Schätzen. Auf den Seewegen verkürzt die Nordostpassage die Schiffsreise von Asien nach Europa dramatisch.

Die Region sieht sich als zukünftigen Gewinner des Klimawandels. Trotz aller Folgen für die letzte unberührte Landschaft der Erde. Und trotz der Folgen für die Heimat von 30 indigenen Völkern, die hier seit Jahrhunderten von Jagd und Rentierhaltung leben. Überall – von Nordamerika über Lappland bis nach Sibirien – werden mittlerweile Planungen für Häfen, Bahnstrecken und Kraftwerke vorangetrieben, finanziert von internationalen Investoren. Denn beim Jahrhundertprojekt am Polarkreis will jeder der Erste sein.

Von Christian Schwalb

Regie: Holger Postler, Tobias Nagorny, Christian Schwalb
Produktion: RB 2019

Klima und Umwelt