Wende im Eis - DDR-Polarforscher landen mit einer "Iljuschin"; © MDR/Ulf Bauerschäfer
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Die letzten Wochen auf der DDR-Antarktisstation - ANTARKTIS - Wende im Eis

Die Geschichte der letzten DDR-Antarktisforscher

Man konnte ja nix ändern, man war 13 000 km entfernt von der Heimat. Man konnte nicht einfach mal abends vorbei gehen und kucken was da los ist. Man war gefangen im ewigen Eis.

Am 10. November 1989 auf der DDR-Antarktisstation "Georg Forster", abends: Es ist der Funker, der die unfassbare Nachricht verbreitet: "Auf der Mauer in Berlin sind Menschen – die Grenze nach’m Westen ist offen." Alle staunen, einer lenkt ein: "Das kann nicht sein, die machen mit uns einen Psychotest."

Ein knappes Jahr später: Auf dem Dach der Station wird im ewigen Eis unter Singen der Nationalhymnen die alte Flagge eingeholt und die neue gehisst. Eine Trompete erklingt und die Wissenschaftler aus der DDR begrüßen das neue Land. Es ist der 3. Oktober 1990.

Von Anna Schmidt

Regie: die Autorin
Produktion: MDR 2020
- Ursendung -

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Ein schwarz-rot-goldenes Herz steht in der Ausstellung "Weg zur Einheit" im Rahmen der EinheitsEXPO im Mittelpunkt von schwarzen, roten und gelben Stoffbahnen, Potsdam 2020; © dpa/Soeren Stache
dpa/Soeren Stache

Schwerpunkt - 30 Jahre Deutsche Einheit

Viereinhalb Jahrzehnte waren Berlin und Deutschland geteilt. 30 Jahre nach der Deutschen Einheit versuchen Ost und West weiter zusammenzuwachsen. Gleichzeitig bleiben die Spuren der Teilung bis heute sichtbar. Einen Radiotag lang und mit vielen weiteren Beiträgen blicken wir zurück – und nach vorne.