Eingang zur Synagoge in Halle © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB
Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB
Bild: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB Download (mp3, 49 MB)

Nach dem Schock gibt es viele Fragen - Halle, 9. Oktober - ein Jahr danach

Am 9. Oktober 2019 prallt in Halle die Ungeheuerlichkeit des Terrors auf die Normalität. Duška Roth sucht nach Antworten und zeichnet das Bild einer Stadt, in der nach diesem antisemitischen Anschlag eigentlich vieles anders sein müsste.

Als der Täter am 9. Oktober 2019, Jom Kippur, auf die verschlossene Tür der Synagoge in Halle Schüsse abgibt und später zwei Menschen erschießt, ist bei der Polizei gerade Mittagszeit. Notrufe gehen ein, doch die Reaktion ist verzögert. Mit Wucht prallt die Ungeheuerlichkeit des Terrors auf die Normalität einer Stadt.

Nach dem Schock gibt es viele Fragen: Wie kann der Einzelne, die Stadt, das Land mit dem Geschehen umgehen? Was ändert sich durch die Tat im persönlichen Leben, aber auch auf der politischen und medialen Ebene?

In den zwölf Monaten nach dem Anschlag sucht Autorin Duška Roth nach Antworten und zeichnet das Bild einer Stadt, in der nach diesem antisemitischen Anschlag eigentlich vieles anders sein müsste.

Von Duska Roth

Regie: Nikolai von Koslowski
Produktion: MDR 2020
- Ursendung -

Mehr

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland; © rbbKultur
rbbKultur

Im Hier und Jetzt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das ist der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bundesweit finden zahlreichen Veranstaltungen statt, Höhepunkt soll im Herbst das größte Laubhüttenfest der Welt "Sukkot XXL" vom 20. bis zum 27. September sein.