Mitglieder einer jesidischen Familie im Flüchtlings-Zeltlager in der Kurdenregion Dohuk im Nordirak. Sie flüchteten vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" aus ihren Heimatorten im Sindschar-Gebirge; © dpa/Antonio Pampliega
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- Der lange Weg von Sindschar nach Brandenburg

Eine Hilfsaktion für traumatisierte Jesiden

Von Kai Adler

Tausend jesidische Frauen, die vom IS entführt und versklavt wurden, fanden ab 2015 in Baden-Württemberg Schutz und therapeutische Hilfe. Im Dezember 2016 beschloss auch Brandenburgs Landesparlament ein Aufnahmeprogramm  – vor allem für Frauen und ihre Kinder. Im Sommer 2019 kam die erste Familie an, bis Jahresende sollen es 72 Personen sein.

Der Genozid an der religiösen Minderheit liegt jetzt fünf Jahre zurück, doch die Not der teils schwer traumatisierten Frauen hält an. Viele sind von ihren Vergewaltigern schwanger geworden und sitzen in irakischen Flüchtlingslagern fest. In ihre Dorfgemeinschaft können sie nicht zurück, ihre Kinder gelten als Muslime. Kann ihre neue Heimat ihnen die Hilfe bieten, die sie brauchen, um die  Vergangenheit zu überwinden und die seelischen Wunden zu heilen?

Musikliste 08.12.2019 09:04 Gott und die Welt

Der lange Weg von Sindschar nach Brandenburg - Eine Hilfsaktion für traumatisierte Jesiden

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