Der umstrittene indische Guru und Sektenführer Bhagwan Shree Rajneesh 1984 neben einem seiner 75 Rolls-Royce; © dpa/Dieter Klar
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- Oshos Erben

Was ist von der Bhagwan-Bewegung geblieben?

Im Januar 1990 starb der indische Philosoph Chandra Mohan Jain. In den 70er und 80er Jahren war der Mann, der sich zum Schluss Osho nannte, unter dem Namen Bhagwan bekannt.  Zu Lebzeiten wurde er von manchen Medien als "Sexguru" und "Rolls Royce-Scharlatan" angegriffen. Doch nicht nur seine zahlreichen Schriften wirken fort, auch Therapeuten beziehen sich oft auf seine Meditationstechniken.

In Deutschland hat Osho, was so viel wie Mönch oder Lehrer bedeutet, rund 40.000 Anhänger. In einigen Zentren wie auf Gut Hübenthal in Hessen leben auch heute noch Sannyasins zusammen; doch die Osho-Bewegung ist eine "Religion ohne Kirche", ohne Strukturen: Eine individualistische Lehre, die im Menschen selbst das Göttliche sucht und für die Spiritualität und Reichtum durchaus zusammenpassen.

Von Michael Hollenbach