Symbolbild: Teilnehmerinnen der Initiative Maria 2.0 der Katholischen Frauengemeinschaft in der Erzdiözese Freiburg protestieren vor dem Münster. (Bild: dpa/Patrick Seeger)
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- Undogmatischer als der Papst erlaubt

Die Alt-Katholische Kirche

Missbrauchsskandale, fehlende demokratische Strukturen, mangelnde Transparenz und keine Priesterweihe für Frauen: Die Kritik an der römisch-katholischen Kirche und ihrer männerdominierten Hierarchie wird immer lauter. Dabei kann man auch katholisch sein, ohne sich alles von Rom vorschreiben zu lassen.

"Alt-Katholiken" nennen sich die Abtrünnigen. Sie berufen sich auf eine unabhängige katholische Kirche und lehnen das auf dem 1. Vatikanischen Konzil 1870 eingeführte Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes ab. Ihrem Namen zum Trotz ist die Alt-Katholische Kirche in vielem deutlich demokratischer, liberaler und zeitgemäßer als die römisch-katholische Kirche. Keine Verpflichtung zum Zölibat, Frauen im Priesteramt und die Segnung von homosexuellen Paaren – was der Vatikan verbietet, hier ist es normal.

Von Stefanie Oswalt