Juden aus der Ukraine stehen am Mahnmal für die Opfer von Babi Jar, wo zwischen 1941 und 1943 über 100.000 Menschen ermordet wurden; © dpa/Sergey Dolzhenko
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- Unerhörte Schicksale

Holocaust-Überlebende aus der ehemaligen Sowjetunion

Tatjana Wseliubskaja konnte als Sechsjährige aus dem Minsker Ghetto fliehen. Davyd Rozenfeld überlebte als Zehnjähriger im rumänisch-sowjetischen Grenzgebiet die nationalsozialistische Vernichtungsmaschinerie.

Seit 1991 lässt Deutschland Juden aus der ehemaligen Sowjetunion einwandern – auch aus der besonderen historischen Verpflichtung heraus. Darunter sind Überlebende von Lagern und Ghettos. Andere wiederum haben als jüdische Soldaten in der Roten Armee gegen Hitler gekämpft, während ihre Familien deportiert und ausgelöscht wurden. Eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Holocaust fand in der Sowjetunion, die sich als Siegermacht stilisierte, erst nach der Perestroika statt.

Was erzählen Juden, die dort aufgewachsen sind, von Shoah und Weltkrieg? Tina Heidborn hat Menschen getroffen, deren Lebens- und Leidensgeschichten in der deutschen Gesellschaft kaum wahrgenommen werden.

Von Tina Heidborn

75 Jahre Kriegsende