Junge Frau mit Kind 1946 in Berlin © www.imago-images.de/ Erich Andres
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Die Kriegsenkel - Der lange Schatten von Bomben und Flucht

Ihre Eltern waren im 2. Weltkrieg noch Kinder. Sie haben Bombenhagel, Flucht, Hunger, Tod und nicht selten die Vergewaltigung der Mutter erlebt. Mit ihren markerschütternden Erfahrungen standen die Kriegskinder als junge Erwachsene meist allein da. Niemand half ihnen, Angst und Trauma zu verarbeiten.

Auch 75 Jahre nach Kriegsende wirken diese Erlebnisse nach – bis in die nächste Generation. Denn oft wurden sie auch auf die eigenen Kinder übertragen. Nicht wenige Menschen, die zwischen 1950 und 1975 geborenen wurden, haben ganz ähnliche Auffälligkeiten wie ihre Eltern. Das reicht von harmlosen Marotten, wie immer etwas zu essen dabei zu haben über eingeimpfte Sparsamkeit und Wurzellosigkeit bis hin zu handfesten psychischen Krankheiten. "Transgenerationale Traumata" nennt die Forschung dieses Phänomen.

Elena Griepentrog hat mit "Kriegsenkeln" über ihr unbewusstes Erbe gesprochen.

Von Elena Griepentrog

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