Die Nonne Mechthilde sitzt im Kloster St. Gabriel im Besucherraum hinter einem Gitter. Nach strengsten Ordensregeln und mit einem minuziös geplanten Alltag leben 16 Nonnen abgeschottet in Berlin-Charlottenburg in einem Anbetungskloster; © dpa/Daniel Bockwoldt
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- Gebet hinter Gittern

Die Steyler Anbetungsschwestern in Berlin

Das Leben in einem kontemplativen Orden bedeutet radikale Abgeschiedenheit von der Welt. Das Kloster verlassen die Steyler Anbetungsschwestern nur für Arztbesuche. Und wenn Besuch kommt, trennt sie ein Gitter von den Menschen.

Rund um die Uhr beten die 14 Nonnen das "Allerheiligste" an, ein silbernes Schaugefäß mit einer geweihten Hostie. Ihr Gebet soll den Steyler Missionaren und Missionsschwestern Rückhalt bieten.

Doch immer weniger junge Frauen entscheiden sich für das extrem weltabgewandte Leben. Das Durchschnittsalter im Berliner Kloster St. Gabriel ist Mitte 60. Nachwuchs kommt aus Indonesien, Polen und Argentinien.

Was reizt die Frauen daran, in einer solchen Gemeinschaft Gott zu dienen und auf alles andere zu verzichten? Wie können sie den Menschen beistehen, die mit ganz weltlichen Problemen ihren Rat suchen?

Von Carmen Gräf