Guatemala City, Lockdown, Coronavirus © Moises Castillo
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- Hungertod durch Lockdown

Verzweiflung und kirchliche Nothilfe in Guatemala

Zu Beginn der Pandemie haben viele Länder in Lateinamerika kopiert, was die reichen Länder in Europa vormachten. Aber eine Strategie, die in Deutschland funktioniert, funktioniert noch lange nicht in einem Land wie Guatemala, wo die Hälfte der Kinder unterernährt ist. Die Welternährungsorganisation rechnet mit „Hungersnöten biblischen Ausmaßes“. Angesichts des wirtschaftlichen Stillstands versuchen Kirchengemeinden in den Armenvierteln von Guatemala-Stadt mit Nahrungsmittelhilfen das Schlimmste zu vermeiden. Aber es ist schwer zu helfen, wenn die Gewalt auf Grund des Hungers zunimmt. Zum Ende der Pandemie werden in Guatemala womöglich mehr Menschen an Hunger und Mord als an COVID-19 gestorben sein.

 

Von Andreas Boueke