Reise nach Syrien: Stadt und Tankstelle © Leyla Rabih
Leyla Rabih
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- Mein fremdes Land

Seit 2011 versinkt Syrien im Bürgerkrieg. Die französische Autorin Leyla Rabih gibt in ihrem Hörspiel Einblicke in das Land vor und nach der Revolution und den seit Jahren währenden Krieg.

Mein fremdes Land: Autorin Leyla Rabih; © Vincent Arbelet
Bild: Vincent Arbelet

Als Kind erschien mir Syrien als etwas Beunruhigendes und Düsteres. Es war die Beunruhigung meines Vaters. Sein Gesicht war ernst und verschlossen, wenn er mehrmals am Tag über Kurzwelle die Nachrichten auf Arabisch hörte.

Leyla Rabih

Syrien vor der Revolution. Eine junge Französin mit syrischen Wurzeln reist in das Land ihres Vaters. Verlockend erscheint die Fremde: Menschen auf den Straßen bei Tag und Nacht, der Duft von Aprikosen, die auf der Terrasse trocknen. Aber dann ist da auch die Omnipräsenz der Macht. Die Diktatur spaltet die Familien. Fast jede von ihnen hat politische Opfer zu beklagen, doch es gilt, sich zu arrangieren, wenn man durchkommen will.

Syrien nach der Revolution: Fares, ein junger Syrer im Exil, reist zurück in seine Heimat, um seinen Freund Youssef zu finden. Wurde er vom IS gekidnappt oder von Straßenräubern? Es herrscht Krieg.

Fares' Reisestationen zeichnen die Linie der Zerstörung nach: Maarat, al-Rakka, Aleppo. Dort begegnet er Menschen, die ihm ein Syrien zeigen, das er nicht kennt und das sich jeder einfachen Zuschreibung entzieht.

Von Leyla Rabih und Mohammed al Attar

Mit Atheer Adel, Atesçi Mehmet, Tilo Nest, Leyla Rabih, Urs Fabian Winiger, Sesede Terziyan, Kenda Hmeidan
Regie: Anouschka Trocker
Produktion: rbb 2018